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05. Dezember 2014, 16:52 Uhr

Asse-Atommüll

Suche nach Zwischenlager vorerst eingestellt

In der maroden Schachtanlage Asse lagern Tausende Fässer mit radioaktivem Müll. Nach Streitigkeiten stellen die Zuständigen jetzt die Suche nach einem neuen Zwischenlager ein - zumindest vorerst.

Salzgitter - Die Suche nach einem Zwischenlager für die radioaktiven Abfälle aus dem maroden früheren Salzbergwerk Asse ist vorerst ausgesetzt. Grund sind anhaltende Streitigkeiten zwischen dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) und der Asse-2-Begleitgruppe, wie die "Braunschweiger Zeitung" berichtet.

Das Bundesamt möchte nun die Zusammenarbeit anders geregelt sehen. "Das Miteinander muss neu geklärt werden", sagte Ina Stelljes, Sprecherin beim BfS am Freitag in Salzgitter. Am Zeitplan für die Rückholung ändere sich aber nichts.

In der Asse lagern 126.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen. Sie sollen nach derzeitigen Plänen frühestens im Jahr 2033 aus dem Bergwerk geholt werden. Bis ein passendes Endlager zur Verfügung steht, sollen die Fässer dann in ein Zwischenlager kommen. Die Suche danach ist nach Angaben des BfS schon im Sommer 2014 eingestellt worden.

khü/dpa

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