Neuer Passagierjet Pannenjahr für Boeings Dreamliner

Brennende Batterien, vereiste Triebwerke, kaputte Toiletten: 2013 war das Jahr der Pannen für Boeings Dreamliner. Dabei sollte der neue Passagierjet den US-Flugzeughersteller im Konkurrenzkampf gegen Airbus eigentlich in die Offensive bringen.

AP/dpa

Der Dreamliner hatte Boeing von Anfang an nicht nur Freude bereitet. Immer wieder geriet der neue Passagierjet wegen technischer Schwächen in die Schlagzeilen. Doch Anfang 2013 drohte der Jet zu Boeings Alptraum zu werden.

Am 7. Januar fingen die Batterien an Bord eines Dreamliners Feuer. Zum Glück stand das Flugzeug zum Zeitpunkt des Brandes auf dem Flughafen von Boston. Doch nur neun Tage später brannten erneut die Batterien an Bord einer Boeing 787, diesmal während des Fluges. Die Crew der japanischen Airline ANA musste notlanden, die Luftfahrtbehörden verhängten ein weltweites Startverbot für den Dreamliner.

Bei der anschließenden Untersuchung stellte sich heraus, dass Boeing eine der feuergefährlichsten Akku-Sorten für den Dreamliner gewählt hatte. Das Problem: Die Batterien spielen eine zentrale Rolle im Dreamliner; kein anderes Verkehrsflugzeug trägt so viele davon wie er. Boeing musste ein neues Batteriesystem einbauen, im April bekam der Dreamliner wieder Starterlaubnis.

Doch die Probleme waren damit keineswegs vorbei. Im August wurde bekannt, dass bei drei 787-Maschinen die Feuerlöschanlagen der Triebwerke falsch verkabelt waren. Im Oktober musste eine 787 wegen einer defekten Toilette umkehren, wenige Tage später landete ein Dreamliner in Indien mit einem Loch im Rumpf. Im November warnte die US-Luftfahrtbehörde FAA davor, dass Eiskristalle in den Triebwerken zu Notlandungen führen könnten.

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mbe

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Ottokar 02.05.2015
1. Es verdichten sich die Hinweise
das Airbuss die NSA bewusst mit falschen Informationen gefüttert hat.
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