Mysteriöse Flüge Drohnen über französischer Atomwaffenbasis

In Frankreich sind schon wieder unbekannte Drohnen in gesperrten Luftraum eingedrungen. Nach Kernkraftwerken wurde nun ein Marinestützpunkt überflogen. In der Basis liegen vier Atom-U-Boote.
Atom-U-Boot "Le Vigilant" im Marinestützpunkt Île Longue: Drohnen sind in den Luftraum der Basis eingedrungen

Atom-U-Boot "Le Vigilant" im Marinestützpunkt Île Longue: Drohnen sind in den Luftraum der Basis eingedrungen

Foto: FRANCOIS MORI/ AFP

Hamburg - Drohnen unbekannter Herkunft sind nahe einer Atomwaffenbasis der französischen Streitkräfte gesichtet worden. Nach Behördenangaben vom Mittwochabend wurden die Drohnen nahe dem Stützpunkt Île Longue auf der abgelegenen Halbinsel Crozon in der Bretagne ausgemacht, wo die vier Atom-U-Boote der französischen Marine stationiert sind.

Die unbemannten Fluggeräte drangen demnach Montagnacht und am Dienstag in den Sicherheitsbereich um den Stützpunkt im Nordwesten Frankreichs ein. Ein Sprecher der zuständigen Präfektur sagte, es seien "umgehend" Einsatzkräfte von Militär und Gendarmerie mobilisiert worden. Die Präfektur betonte aber, die Flüge hätten keine Gefahr für die Sicherheit der Anlage dargestellt. Gefunden wurden die Drohnen nicht.

Am Stützpunkt Île Longue liegen U-Boote der Triomphant-Klasse, der modernsten französischen Baureihe. Die Boote können jeweils 16 Interkontinentalraketen tragen, die mit je sechs nuklearen Sprengköpfen bewaffnet sind.

In den vergangenen Monaten hatten Drohnen unbekannter Herkunft immer wieder französische Atomkraftwerke und andere Nuklearanlagen überflogen. Das löste auch eine Diskussion über die Sicherheit der AKW in Frankreich aus.

Doch nicht nur in Frankreich gibt es Probleme mit den unbemannten Fluggeräten: Erst vor wenigen Tagen legte eine Hobby-Drohne eine Bruchlandung im Garten des Weißen Hauses in Washington hin. US-Präsident Barack Obama forderte daraufhin strengere Regeln für die ferngesteuerten Fluggeräte.

boj/AFP
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