Düsenflügel Raketenmann fliegt über den Grand Canyon

Gefährlicher Stunt im Grand Canyon: Der Schweizer Pilot Yves Rossy, besser bekannt als "Raketenmann", ist acht Minuten lang mit einem Jetflügel am Rücken über die berühmte Schlucht geflogen. Ein Absturz blieb ihm dieses Mal zum Glück erspart.
Düsenflügel: Raketenmann fliegt über den Grand Canyon

Düsenflügel: Raketenmann fliegt über den Grand Canyon

Foto: REUTERS/ Breitling

Los Angeles - Es sei einer der "denkwürdigsten Momente seines Lebens" gewesen, schwärmte Yves Rossy. Der 51-Jährige hatte kurz zuvor den Grand Canyon überflogen - mit einem am Rücken befestigten Flügel mit Jet-Antrieb. Etwa acht Minuten lang sei Rossy rund 60 Meter über dem Westteil der berühmten Schlucht unterwegs gewesen, wie sein Pressedienst mitteilen ließ. Die Spitzengeschwindigkeit habe mehr als 300 Kilometer pro Stunde betragen.

Fotos und Videos zeigten, wie der Schweizer mit seinem düsenbetriebenen Karbonflügel vom Hubschrauber über dem Canyon abspringt und fliegt, bevor er schließlich mit einem Fallschirm am Grund der Schlucht landet.

Zwar war es nicht der längste Flug Rossys, der im September 2008 als erster Mensch den Ärmelkanal mit Jetflügeln überquerte. Der damalige Flug von Dover nach Calais dauerte 13 Minuten. Allerdings dürfte der Trip durch den Grand Canyon im US-Bundesstaat Colorado deutlich riskanter gewesen sein: Bei einer Panne hätte Rossy beste Chancen gehabt, an einer Felswand zu enden.

Fotostrecke

Yves Rossy: Flug über die Schlucht

Foto: REUTERS/ Breitling

Es wäre nicht das erste Mal, dass Rossys Jet-Flügel versagt hätte: 2009 wollte der Schweizer von Marokko nach Spanien düsen - und landete im Atlantik.

mbe/AFP/AP