Neues Forschungsschiff Hier kommt die "Sonne"

Nach 35 Jahren im Einsatz bekommt das legendäre Forschungsschiff "Sonne" einen Nachfolger. Das neue Schiff trägt zwar denselben Namen, hat aber sonst kaum etwas mit seinem Vorgänger gemein, schon gar nicht seine Herkunft.

DPA

Papenburg - Mit der "Sonne" hat am Samstag ein neues Forschungsschiff das Baudock der Papenburger Meyer Werft verlassen. Das 124 Millionen Euro teure Schiff soll 2015 seinen gleichnamigen Vorgänger ablösen, der seit 35 Jahren im Einsatz ist, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Mit dem Bau war im Dezember 2012 begonnen worden.

Haupteinsatzgebiet soll die Tiefsee im Indischen und Pazifischen Ozean sein. Dort wollen Wissenschaftler etwa die Einflüsse dieser Meere auf das Klima erforschen. Mit dem Schiff werden auch Fragen zu Rohstoffen aus dem Meer und zum Eingreifen des Menschen in die Ökosysteme untersucht.

Der Schiffskörper ist nach Werftangaben so gestaltet, dass es bei der Fahrt nicht zu Vibrationen oder Luftblasen kommt, die Echolotuntersuchungen stören könnten. Das Schiff sei auch besonders umweltfreundlich und energieeffizient.

Doch nicht nur dadurch unterscheidet sich der Neubau von seinem Vorgänger. Auch dass die neue "Sonne" von Anfang für einen Einsatz in der Wissenschaft konzipiert und konstruiert wurde, macht sie vollkommen anders. Denn die alte "Sonne" fuhr seit ihrem Betriebsbeginn 1969 zunächst acht Jahre als Fischtrawler durch die Meere, bevor sie für die Forschung umgerüstet wurde.

Im Mai wird der "Sonne"-Neubau auf der Ems nach Emden überführt. Dort starten Tests und Erprobungsfahrten. Ziele sind Nord- und Ostsee, um die Seetauglichkeit zu prüfen. Das 116 Meter lange und fast 21 Meter breite Schiff bietet neben der 35-köpfigen Besatzung bis zu 40 Wissenschaftlern Platz und kann bis zu 25 Standardcontainer mit Material an Bord nehmen.

Das Forschungsschiff wird zu 90 Prozent vom Bund bezahlt. Den Rest teilen sich die fünf Küstenländer. Heimathafen wird Wilhelmshaven sein. Als Betreiber der neuen "Sonne" soll die Tiefseeforschungsschiff GmbH fungieren, ein Konsortium aus der Werft und der Bremer Reederei RF Forschungsschifffahrt.

mak/dpa

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insgesamt 28 Beiträge
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Seite 1
Jo Ghurt 05.04.2014
1. Ein Rammstein-Zitat als Titel
Prima! :-)
Attila2009 05.04.2014
2.
Zitat von sysopDPANach 35 Jahren im Einsatz bekommt das legendäre Forschungsschiff "Sonne" einen Nachfolger. Das neue Schiff trägt zwar denselben Namen, hat aber sonst kaum etwas mit seinem Vorgänger gemein, schon gar nicht seine Herkunft. http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/forschungsschiff-sonne-verlaesst-bauhalle-a-962732.html
Hoffentlich geht die Sonne nicht unter !
HalfPastNein 05.04.2014
3. Der Titel...
Soll der Titel eine Ramstein Anspielung sein?
Hupert 05.04.2014
4. Gute Fahrt!
Zitat von sysopDPANach 35 Jahren im Einsatz bekommt das legendäre Forschungsschiff "Sonne" einen Nachfolger. Das neue Schiff trägt zwar denselben Namen, hat aber sonst kaum etwas mit seinem Vorgänger gemein, schon gar nicht seine Herkunft. http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/forschungsschiff-sonne-verlaesst-bauhalle-a-962732.html
Tut gut zu lesen das meine Steuergelder ab und an auch in sinnstiftende Projekte fließen. Da kann man nur allzeit ne Handbreit Wasser unterm Kiel wünschen... was beim zukünftigen Einsatzort aber kein Problem darstellen sollte. Gute Fahrt!
zafoilyx 05.04.2014
5. Ein Späher
für die Weite der Ozeane über die Wir so wenig wissen. Ich bin gespannt was Wir über unseren Aquakosmos lernen werden!
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