Fotos über Grundlagenforschung Das ganze Universum im Labor

Zwei Jahre lang hat ein Fotograf Forscher in Labors besucht und ihre Arbeitsplätze abgelichtet. Seine Bilder offenbaren die ganze Vielfalt der Grundlagenforschung - von existenziellen Fragen bis zu Alltagsphänomenen.
Das Audio Visual Immersion Lab ist ein akustischer Laborraum - Forscher der Technical University of Denmark untersuchen hier ein bekanntes Party-Phänomen

Das Audio Visual Immersion Lab ist ein akustischer Laborraum - Forscher der Technical University of Denmark untersuchen hier ein bekanntes Party-Phänomen

Foto: Henrik Spohler

In der Naturwissenschaft ist die erste Frucht der Neugier die Hypothese. Sie steht meist am Anfang des systematischen Forschens und Entdeckens.

Wissenschaftler auf der ganzen Welt überprüfen heute in unzähligen Forschungseinrichtungen und hochtechnischen Laboren ihre Hypothesen. Sie verwerfen sie oder finden Bestätigung. Oder sie gehen neuen Fragen nach. Besonders in der physikalischen Grundlagenforschung ergeben sich dabei Motive, die dem Laien Rätsel aufgeben. Wer kann schon die Bauteile eines Radioteleskops benennen oder versteht den Versuchsaufbau eines Quanten-Experiments?

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Das ganze Universum im Labor

Genau solche Motive aus der Welt der Grund­lagen­for­schung sind es, die den Fotograf Hendrik Spohler interessieren. Für seinen Bildband "Hypothesis" hat er zwei Jahre lang verschiedenste Wissenschaftsstätten wie das Kernforschungszentrum Cern in der Schweiz oder das Hochleistungsteleskop Alma in Chile besucht und am Arbeitsplatz von Teilchenphysikern, Astronomen oder Informatikern fotografiert.

Dabei entstanden Bilder einer fast klinischen Ästhetik. Sie zeigen endlos lange Tunnel eines Teilchenbeschleunigers, ein Schädel im Visier eines Computertomografen oder Linsen und Spiegel bei einem Quantenphysik-Experiment, die offenbar in einem ganz bestimmten Muster angelegt wurden. Spohler lässt stets die pure Technik sprechen, er stellte die Apparatur in den Mittelpunkt seiner Arbeit - die Forscher kommen auf seinen Bildern nicht vor.

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Henrik Spohler, Hypothesis

Verlag: Hartmann Projects Verlag
Seitenzahl: 112
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06.10.2022 04.25 Uhr

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Spohler stammt aus Bremen und unterrichtet als Pro­fes­sor an der Hoch­schule für Tech­nik und Wirt­schaft in Berlin im Stu­­dien­­gang Kom­mu­­ni­­ka­ti­­ons­­de­­sign. Er hat für seine Arbeit als Fotograf etliche Preise gewonnen und bereits zahlreiche Ausstellungen und Veröffentlichungen vorzuweisen.

Sein Buch ist unterteilt in verschiedene Themenbereiche wie "Zeit", "Weltraum", "Materie" und "Leben". Letztlich zeigen die Aufnahmen das Bestreben nach der Erweiterung des Wissens. Sie sind ein Porträt der unterschiedlichen Facetten, die Grundlagenforschung haben kann. Und die verfolgt am Ende ein einziges Ziel, wie Spohler in seinem Buch schreibt: Die Welt von morgen mit neuen Erkennt­nis­sen ver­sor­gen.

joe
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