Guillaume Faury Neuer Airbus-Chef verspricht abgasfreie Flugzeuge

Schon in wenigen Jahren soll ein Airbus mit Batterieversorgung den kommerziellen Betrieb aufnehmen - das hat der Chef des Flugzeugbauers angekündigt. Zudem setzt Guillaume Faury auf neuartige Treibstoffe.

Airbus-Präsident Guillaume Faury
PASCAL PAVANI / AFP

Airbus-Präsident Guillaume Faury


Der neue Airbus-Chef Guillaume Faury will Flugzeuge bauen, die keine Abgase ausstoßen. "Unser Ziel ist das vollkommen emissionsfreie Fliegen", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Kleinere Versuchsmodelle, die komplett elektrisch fliegen, seien nur der erste Schritt: "Wenn sie einsatzfähig sind, werden wir die Maschinen schrittweise vergrößern", kündigte Faury an.

Bis diese Elektroflugzeuge abheben könnten, würden "noch einige Jahre vergehen, nicht aber Jahrzehnte", sagte der Manager. Ende 2020 oder Anfang 2030 sei der Start eines kommerziellen Betriebs denkbar.

Konzern forscht auch an Wasserstoff und künstlichem Kerosin

Allerdings gibt es laut Faury noch einige Hürden. Für schadstofffreie Flugzeuge seien die heutigen Batterien nicht stark genug. Deswegen müssten auch Wasserstofftechnologie, Biotreibstoffe und synthetische Kraftstoffe in die Überlegungen einbezogen werden.

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Elektro- und Hybrid-Flugzeuge: Abheben in die Zukunft

Der Klimaschutz sei eines seiner wichtigsten Anliegen, sagte Faury der Zeitung. Dazu würden globale Luftfahrtabkommen gebraucht - "keine regionalen oder lokalen Insellösungen, die kontraproduktiv sind", sagte er mit Blick auf national erhobene Flugsteuern.

Faury hatte vor eineinhalb Wochen den Vorstandsvorsitz bei Airbus von Tom Enders übernommen. Zuvor war er die Nummer zwei im Konzern.

nis/afp



insgesamt 103 Beiträge
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StefanieTolop 20.04.2019
1. Science fiction
Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, warum auf solche Vorschläge überhaupt Artikel folgen. Abgasfreie Antriebe gibt es nicht und wird es auch nie geben. Das ist die Sorte Artikel wie "Elon Musk will..." Es würde vollkommen ausreichen, wenn man die bereits bestehenden Möglichkeiten bestmöglich nutzt.
berther 20.04.2019
2. Wer´s glaubt, wird seelig
Schon komisch, wie plötzlich jeder vom technischen und politischen Sektor glaubt, sich "umweltfreundlich" geben zu müssen - und dabei wie in einem Science-fiction-Roman unglaubwürdig übers Ziel hinaus schießt.
sikasuu 20.04.2019
3. Unser Ziel ist das vollkommen emissionsfreie Fliegen!
Ja kann man so stehen lassen! Und dieser Ziel wird Airbus & die anderen Anbieter auch erreichen. . Wenn... - die Akkus die gleiche Energiedichte pro Kg. haben wie z.B. Jet-A1 - die Ladung/Ladezeit der Akkus so verkürzt ist, wie das "Tanken" heute - wenn es möglich wird, das "Leergewicht" der Flieger massiv zu verringern. - usw. . Also mMn. wohl erst in gleich langer, besser in längerer Zeit, die wir brauchten, von den 1 Flugversuchen zum Airbus zu kommen. . Wobei man nicht vergessen darf das WKI&II MASSIV zur Entwicklung des "Flugzeuges" wie wir es Heute kennen, beigetragen haben, weil in dieser Zeit "wirtschaftliche Argumente" unwichtig wurden. . Ist schon verwunderlich wenn man die "Geschichte des Fliegens" so sieht, ein steter Kampf um "Kg/Ps Leistungsgewicht" des Antriebes und "Leichtbau" der Zelle, solche "einfachen" Sätze zu hören. . Fehlte nur noch "autonom" ohne Piloten, dann wäre die Zukunft der Luftfahrt mMn. komplett definiert, wenn man "das Datum", d.h. bis wann offen lässt :-) . Aber diese Aussage ist mMn. nur verständlich, wenn man "glaubt", dass es "ok&wirtschaftlich ist" 80 Kg Nutzlast = 1 Mensch in 2t Verpackung ohne Abgase transportieren zu müssen, wäre die "ökologische Durchbruch" & Ressourcenverbrauch dazu sei kein Thema:-(
Gluehweintrinker 20.04.2019
4. Man träumt von weiter wachsendem Luftverkehr
Offenbar möchte sich niemand der Realität stellen. Dass es nämlich kein Grundrecht ist, zwei Fernreisen und x Kurztrips aus Jux und Dollerei pro Jahr zu veranstalten. Batterien sollen Kerosin ersetzen. Auf stundenlangen Flügen? Da bin ich aber gespannt auf die Riesenschritte, welche man bei der Batterietechnik erreichen will. Und noch gespannter bin ich, wie man elektrische Energie in so kleinem Raum unterbringen will, wie sie vielen Tonnen Kerosin entspricht. Und was wohl geschieht, wenn so eine Superzelle abbrennt. Bio Fuel wird wohl ebenso eine Sackgasse sein, für eine moderate Zahl von Flügen würde es gehen, sicher aber nicht für einen weiter anschwellenden Weltluftverkehr mit Wachstumsraten über 6% wie zuletzt von 2017 auf 2018. Immer dann, wenn Biotreibstoffe in Konkurrenz zu Nahrungsmitteln stehen, wird es kritisch. Aber träumt ruhig weiter. 5% der Weltbevölkerung müssen offensichtlich permanent die Welt umkreisen. Wie kommen nur 95% damit klar, wenn sie selbiges nicht tun?
hileute 20.04.2019
5. Bin gespannt
mir fehlt aber die Vorstellungskraft wie genau das funktionieren soll. Größere strecken glaub ich nicht das da eflieger benutzt werden können, aber vlt für Frankfurt Berlin eine alternative.
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