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»Klimabericht«-Podcast Brauchen wir bald Endlager für CO₂?

Kohlenstoffdioxid in die Erde pumpen, damit es in der Atmosphäre keinen Schaden mehr anrichten kann – so soll der Erderwärmung Einhalt geboten werden. Doch wie weit ist die Technik wirklich?

Wenn wir die CO₂-Emissionen schon nicht reduziert bekommen, wie können wir das Problem anders lösen? Eine Technik namens CCS verspricht Abhilfe. Die Abkürzung steht für Carbon Capture and Storage. Die Idee: Klimaschädliches CO₂ unter die Erde pumpen, damit es in der Atmosphäre keinen Schaden mehr anrichten kann – ein Endlager für Kohlenstoffdioxid.

Auch weil man bei dem Begriff »Endlager« unweigerlich an Atommüll denken muss, an giftiges Material, gebunkert im Untergrund, hat die Technik in Deutschland nicht den besten Stand. Deutschland ist, wenn es um die Erforschung und Förderung von CCS geht, abgeschlagen – im internationalen Vergleich sind Länder wie Island oder die Niederlande experimentierfreudiger. In Norwegen zum Beispiel wird die Technik schon eingesetzt.

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Wer hierzulande an CCS forscht, ist etwa der Chemiker Klaus Wallmann am Geomar-Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung. Auch in den Sandsteinschichten unter dem Meer könnte man CO₂ einlagern, sagt Wallmann in dieser Folge:

»In diese Art von Formation kann man dann CO₂ verpressen, weil dieses Gestein relativ durchlässig ist, und man bekommt in diesen mikroskopischen kleinen Porenraum zwischen den Sandkörnchen insgesamt erstaunlich große Mengen CO₂ unter.«

Idealerweise läuft CCS so: Bei der Herstellung von Gütern, etwa von Zement, wird CO₂ abgespalten und mit einer Pipeline zu dem Gestein transportiert; und wird dort – so abwegig es klingt – unter hohem Druck in den Stein hineingepresst. Tatsächlich kann man mit dieser Praxis sehr viel Gas einspeichern.

»Man denkt, dass etwa drei bis zehn Milliarden Tonnen CO₂ in den Sandstein in der Nordsee gepresst werden können. Was bedeutet, dass man da über viele Jahrhunderte, wenn man das möchte, CO₂ verpressen kann«, sagt Wallmann.

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Die Idee, eine Deponie für Treibhausgase unter dem Ozean zu schaffen, ist aber auch mit Bedenken verbunden. Etwa, wenn es bei einer Pipeline zu Leckagen kommt und das CO₂ im Meer austritt. Wallmann zufolge sind die Risiken jedoch vergleichsweise gering: »Im Umkreis von zehn Metern von so einem Leck werden die Organismen geschädigt, aber wenn ich dann weiter weg gehe, dann sind die Ph-Wert-Veränderungen so gering, dass es zu keinen Schäden mehr kommen kann.«

In dieser Folge von »Klimabericht«, unserem Podcast zur Klimakrise, stellen wir uns die Frage: Stimmt das – ist CCS wirklich so ungefährlich? Wir besprechen, wie realistisch die Pläne sind und warum sich keine politische Partei in Deutschland so wirklich an das Thema rantraut.

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