Einsatz auf dem Meeresgrund Operation "Moonwalk"

Sich einmal fühlen wie Neil Armstrong bei der Mondlandung - das ist ein Ziel des Forschungsprojekts "Moonwalk". Gelaufen wird dabei allerdings unter Wasser.


Unterwassereinsatz im Mittelmeer bei Marseille
AFP

Unterwassereinsatz im Mittelmeer bei Marseille


"Moonwalk" heißt ein EU-Forschungsprojekt und die Herkunft des Namens ist offensichtlich: Im Jahr 1969 betraten erstmals Menschen den Mond. Die französische Firma Compagnie Maritime d'Expertises (Comex) hat Taucheranzüge entwickelt, die sich an den Anzügen orientieren, die Astronauten bis heute tragen, wenn sie im All das Raumschiff verlassen. Damit lassen sich unter Wasser Bedingungen simulieren, wie sie etwa auf dem Mond oder auf dem Mars herrschen.

Das Foto zeigt einen Taucher mit einem sogenannten Gandolfi-Raumanzug, der über den Boden des Mittelmeers läuft - unweit der Frioul-Inseln bei Marseille. Der Meeresgrund dort soll der Beschaffenheit einer Mondlandschaft ähneln. Die Tauchgänge im Juni sind Teil der zweiten Simulationskampagne des Forschungsprojekts "Moonwalk".

Mit einem Computer steuert der Taucher "Yemo", ein Unterwasserroboter, der am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) entwickelt wurde. "Yemo" ist einen Meter lang und knapp 30 Kilogramm schwer. Mit dem Test des Roboters wollen die Forscher künftige Mond- oder Mars-Missionen vorbereiten.

hda

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