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17. März 2011, 09:14 Uhr

Panne in Kanada

Radioaktiv verseuchtes Wasser floss in Ontario-See

Beunruhigende Meldung aus Kanada: Aus einem Kernkraftwerk flossen Tausende Liter leicht radioaktiv verseuchtes Wasser in den Onatario-See. Behörden und Betreiber sehen keine Gefahr für Menschen. Als Ursache für die Panne wurde ein Dichtungsproblem an einer Pumpe genannt.

Montreal - Die Katastrophe in Japan wirft weltweit die Frage nach der Sicherheit von Atomkraftwerken auf. Nun wurde ein Zwischenfall aus Kanada bekannt. Dort gelangten aus einem Atomkraftwerk Tausende Liter leicht radioaktiv verseuchtes Wasser in den Ontario-See.

Der Vorfall habe "vernachlässigenswerte Auswirkungen auf die Umwelt und keine Auswirkungen auf die Gesundheit von Menschen", teilte der Kraftwerksbetreiber Ontario Power in einer Erklärung mit. Die Qualität des Trinkwassers in der Region sei durch den Vorfall nicht betroffen. Auch die kanadische Atomsicherheitsbehörde teilte mit, das Risiko für Umwelt und Menschen sei "vernachlässigenswert".

Nach Angaben des Betreibers flossen 73.000 Liter Wasser aus dem AKW Pickering wegen eines Dichtungsproblems an einer Pumpe in den See, der an der Grenze zwischen Kanada und den USA liegt. Das Wasser enthielt den Angaben zufolge Spuren von Tritium, einem radioaktiven Material.

Ontario Power ist ein Unternehmen der Provinz Ontario. Das Atomkraftwerk Pickering ist eines von fünf AKW in Kanada. Es liegt 35 Kilometer östlich von Toronto, der größten Stadt des Landes mit 2,6 Millionen Einwohnern.

mmq/AFP

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