DER SPIEGEL

Sprengung von Kühltürmen des AKW Philippsburg ... und es hat Boom gemacht

Den Termin der Sprengung hatte man geheim gehalten - es sollten sich wegen Corona-Gefahr keine Schaulustigen versammeln. Und so wurden die Kühltürme des AKW Philippsburg frühmorgens in einsamer Erhabenheit zu Asche. Das Video.

Abriss eins Atomkraftwerks: Die Kühltürme des stillgelegten AKW Philippsburg bei Karlsruhe sind kontrolliert gesprengt worden.

Die Konstruktionen wurden mit je 1100 Sprengladungen zerstört. Vier Jahre lang hatten Experten an der Sprengung gearbeitet. Um 6:05 wurde die Detonation elektronisch ausgelöst.

Den genauen Termin hatte der Energiekonzern EnBW geheim gehalten. Der Grund: Die Coronakrise. So sollten Ansammlungen von Schaulustigen vermieden werden.

An Stelle der Kühltürme will EnBW ein Gleichstromumspannwerk bauen, das ein Knotenpunkt für den Stromtransport in der Region sein soll.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace nutzte das Spektakel, um für die Energiewende zu demonstrieren. Kurz vor der Sprengung projizierten Aktivisten ihre Forderung "Platz schaffen für die Energiewende" auf einen der rund 150 Meter hohen Türme.

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