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Ford Nucleon: Skurille Atom-Pläne

Foto: Jens Büttner/ dpa

Herzschrittmacher Russische Forscher entwickeln Mini-Atombatterien

Wissenschaftlern ist bei der Entwicklung von nuklearen Minibatterien ein Durchbruch gelungen. Die Energieträger könnten auch im menschlichen Körper eingesetzt werden und 50 Jahre am Stück laufen - ohne Wartung.

Bei der Entwicklung von medizinisch nutzbaren Atombatterien haben russische Forscher nach eigenen Angaben einen wichtigen technischen Fortschritt erzielt. Es gelang ihnen, eine mögliche Energiequelle, das radioaktive Isotop Nickel-63, in einer Gaszentrifuge auf mehr als 69 Prozent anzureichern. Das teilte der staatliche russische Hersteller von Kernbrennstoffen TVEL in Moskau kürzlich mit.

Die russischen Forscher sind nicht die Ersten, die Atomenergie auch außerhalb eines Kernkraftwerks nutzen wollen. In der Bildergalerie zeigen wir Ihnen die skurrilsten Beispiele vom Atomkraft-Auto bis zum radioaktiven Spielzeug.

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Ford Nucleon: Skurille Atom-Pläne

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Der Vorteil der Atombatterien: Sie haben eine lange Lebensdauer von bis zu 50 Jahren und müssen kaum gewartet werden. Der Strom entsteht bei nuklearen Batterien nicht wie im Atomkraftwerk während einer Kernspaltung, sondern aus dem natürlichen Zerfall künstlicher Radioisotope wie Nickel-63 oder Tritium. Der Prozess gilt als gesundheitlich unbedenklich, weil keine schädliche Gamma-Strahlung entsteht. Um in einen heutigen Herzschrittmacher zu passen, dürften sie nur wenige Millimeter messen.

Vom Grad der Anreicherung hängt die Lebensdauer der Batterie ab. Noch 2019 solle in der Forschungsanlage in Selenogorsk in Sibirien eine Anreicherung von über 80 Prozent erreicht werden, teilte TVEL mit.

An solchen Batterien arbeiteten Forschungsgruppen in mehreren Ländern, teilte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter mit. "Diese Art der direkten Stromgewinnung aus radioaktivem Zerfall wird als Betavoltaik bezeichnet."

Plastikverpackung reicht gegen die Strahlung

Nickel mit dem Elementsymbol Ni ist ein Metall. Das künstlich hergestellte Isotop Ni-63 hat eine Halbwertzeit von 100 Jahren. Es zerfalle in eine "sanfte Beta-Strahlung ohne schädliche Gamma-Strahlung", teilte TVEL mit. Zum Abschirmen dieser Strahlen reiche "schon eine einfache Plastikverpackung", sagte ein BfS-Sprecher. Die Batterien eignen sich deshalb auch als Energiequelle in medizinischen Geräten. Heutige Batterien in Herzschrittmachern halten häufig nur fünf bis zehn Jahre - je nachdem, wie häufig das Gerät aktiv werden muss.

Neu ist die Idee atomgetriebener Herzschrittmacher nicht. Mitte der Siebzigerjahre seien einigen Patienten in den USA, aber auch in Deutschland Batterien mit dem Isotop Promethium-147 eingepflanzt worden, teilte das BfS mit. Dabei habe es aber Probleme bei der Größe, der Lebensdauer und der Abschirmung gegen Strahlung gegeben.

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa verwendet seit Langem Atombatterien - sogenannte RTGs (Radioiosotope Thermoelectric Generators) - als Energiequelle für Anlagen im Weltraum. Dabei wird meist der sehr starke Alphastrahler Plutonium-238 genutzt. Die Sowjetunion stattete früher auch Leuchttürme und andere entlegene Anlagen mit RTGs aus.

koe/dpa
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