Baden-Württemberg Schiff für Atommüll auf Neckar unterwegs

Der dritte Transport von hochradioaktivem Atommüll auf dem Neckar steht bevor: Ein Transportschiff hat sich auf den Weg gemacht.

Der unbeladene Schubverband am frühen Montagvormittag
EnBW

Der unbeladene Schubverband am frühen Montagvormittag


Im baden-württembergischen Neckarwestheim hat am Montagmorgen ein für den dritten Atommüll-Transport auf dem Neckar vorgesehenes Transportschiff abgelegt. Der Schubverband sei gegen 7.00 Uhr in Richtung des stillgelegten Atomkraftwerks Obrigheim gestartet, teilte der Energiekonzern EnBW mit.

Dort sollen drei Castor-Behälter mit ausgedienten Brennelementen auf das Schiff verladen werden. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur könnte der Schubverband bereits am Mittwoch wieder zum etwa 50 Kilometer entfernten Zwischenlager am Kernkraftwerk Neckarwestheim (Kreis Heilbronn) zurückfahren.

Am 28. Juni hatte EnBW den bundesweit ersten Transport auf einem Fluss mit hochradioaktivem Müll von Obrigheim nach Neckarwestheim geschickt. Bei seinen bisherigen Fahrten wurde der Schubverband von einem großen Polizeiaufgebot begleitet. Insgesamt sind fünf Transporte mit je drei Castoren geplant.

Der Energieversorger hält die Beförderung per Schiff für eine sichere Lösung. Er argumentiert, dass der Transport des Atommülls nach Neckarwestheim den Bau eines Zwischenlagers in Obrigheim überflüssig mache. In den Castoren befindet sich Berichten zufolge auch Plutonium. Ein Behälter wiegt beladen 107 Tonnen.

boj/dpa



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