Schraube locker Leck in japanischem Atomkraftwerk

Eine versehentlich gelockerte Schraube hat zu einer Panne in einem japanischen AKW geführt. Vier Arbeiter waren verstrahltem Wasser ausgesetzt. In die Umwelt soll aber keine Radioaktivität gelangt sein.

Tokio - In einem japanischen Atomkraftwerk im Nordosten von Tokio ist radioaktiv verstrahltes Wasser ausgetreten. Es sei jedoch keine Radioaktivität in die Umwelt gelangt, teilte der Betreiber des Kraftwerks "Tokai No 2" am Mittwoch mit.

Das Wasser trat demnach am Mittwoch aus einem Rohr an einem Reaktordruckbehälter aus. Vier Arbeiter waren dem Wasser ausgesetzt, es wurden jedoch keine inneren Verstrahlungen an den Arbeitern gemessen, hieß in einer Mitteilung der Betreiberfirmer Japan Atomic Power. Das Leck wurde wieder abgedichtet. Arbeiter hatten versehentlich eine Schraube an dem Rohr gelockert, teilte die Firma mit.

Das Kraftwerk, das 120 Kilometer nordöstlich von Tokio liegt, war seit dem Erdbeben vom 11. März nicht in Betrieb. Nach der Atomkatastrophe in Fukushima wächst in Japan die Besorgnis über die Reaktorsicherheit. Der Bürgermeister von Tokai forderte vor wenigen Wochen die Abschaltung des 33 Jahre alten Reaktors. Das Kraftwerk sei zu alt und befinde sich in einem dicht bebauten Gebiet, sagte er.

boj/dpa
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