"Solar Impulse 2" Sonnenflieger auf dem Weg nach China

Das nur mit Sonnenkraft betriebene Flugzeug "Solar Impulse 2" ist zu seiner fünften Etappe gestartet - von Burma nach China. Weil eine Solarzelle beschädigt ist, fehlen dem Flieger zwei Prozent Energie.

Sonnenflieger "Solar Impulse 2": Das Flugzeug ist unterwegs von Mandalay nach Chongqing
AFP/ SOLAR IMPULSE

Sonnenflieger "Solar Impulse 2": Das Flugzeug ist unterwegs von Mandalay nach Chongqing


Zehn Tage lang musste der Schweizer Sonnenflieger "Solar Impulse 2" (Si2) auf besseres Wetter warten, nun ist das Flugzeug in Mandalay gestartet. Von der Stadt in Burma fliegt die Maschine ins 1375 Kilometer entfernte Chongqing im Südwesten Chinas. Der Flug soll etwa 19 Stunden dauern.

Wegen eines Schadens an einer Solarzelle fehlen dem Flugzeug zwei Prozent der sonst zur Verfügung stehenden Energie. Das Problem habe aus Zeitgründen in Mandalay nicht repariert werden können, berichtete die Si2-Flugkontrolle. Eine einzelne Zelle könne nicht einfach ausgewechselt werden, sodass acht Zellen abgeschaltet werden mussten. Auch müsse jetzt die Energie auf alle Batterien gleichmäßig neu verteilt werden.

Auf dem Weg nach China wird mit viel Wind und hohen Wolken gerechnet, sodass der Flieger diesmal in sehr großer Höhe fliegen muss. Im Cockpit wird ein Temperaturabfall auf bis zu minus 20 Grad Celsius erwartet. Deshalb gilt der Flug als einer der härtesten der insgesamt zwölf Etappen.

Für die Landung in Chongqing wird dort der gesamte Flugverkehr gestoppt. Von dort aus soll es in der nächsten Etappe weiter nach Nanjing in Ostchina gehen, bevor der Pazifik in Richtung USA überquert wird.

Mit der ersten Erdumrundung wollen die beiden Piloten Bertrand Piccard und André Boschberg für einen stärkeren Einsatz von Sonnenenergie werben. Die Reise begann am 9. März im Golfemirat Abu Dhabi.



insgesamt 3 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
M. Michaelis 30.03.2015
1.
Projekt zeigt vor allem die extremen Schwächen der Solartechnik.
Hermes75 30.03.2015
2.
Zitat von M. MichaelisProjekt zeigt vor allem die extremen Schwächen der Solartechnik.
Welche denn? Dass das Flugzeug ohne einen Tropfen Treibstoff fliegt? Dass die Ingenieure ein brillante Leistung in Sachen Leichtbau und Effizienz hingelegt haben? Die Maschine erfüllt genau den Zweck zu dem sie konstruiert wurde. Was will man mehr? Dass die Technik nicht die zivile Luftfahrt revolutionieren wird, ist jedem klar. Trotzdem ist dies ein genauso bedeutsamer Schritt wie der Flug eines Charles Lindbergh über den Atlantik. Dessen Maschine hatte auch extreme Schwächen und hat ihren Zweck trotzdem erfüllt...
spon_3004971 01.04.2015
3. Ratespiel:
na und? fossiler treibstoff ist so öko wie sonst was! in was zerfällt denn jeder fossiler brennstoff bei der verbrennung?
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.