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SpaceX: Rakete startet mit Tesla ins All

Foto: STEVE NESIUS/ REUTERS

SpaceX Rakete mit Tesla-Auto ins All gestartet

PR kann ganz schön teuer sein: Die angeblich größte Rakete der Welt ist ins All gestartet. An Bord befindet sich ein kirschroter Sportwagen von Tesla.

Die Großrakete "Falcon Heavy" des privaten US-Raumfahrtunternehmens SpaceX hat nach mehrstündiger Verzögerung in Cape Canaveral zu ihrem Jungfernflug abgehoben. Der Gründer und Vorstandschef von SpaceX, Elon Musk, hatte für den Testflug seinen eigenen kirschroten Elektro-Sportwagen der Marke Tesla in die Rakete laden lassen.

Die Startrampe 39A am Cape Canaveral ist historisch: Von hier hoben einst die Apollo-Mondraketen der Nasa ab, später dann Space Shuttles. Nun also die "Falcon Heavy". Nach rund 70 Kilometern Flug wurden die Antriebsraketen der ersten Zündstufe unter dem Jubel Zehntausender Schaulustiger abgekoppelt.

Keine Angst vor dem "großen Knall"

Am Abend des Abfluges erklärte Musk, dass die Firma alles getan hätte, um den Erfolg des Fluges zu maximieren. Falls es einen "großen Knall" oder andere Schwierigkeiten gäbe, sei er dennoch mit sich im Reinen. Je länger der Flug dauere, desto mehr könne SpaceX davon lernen. Mit Raketenunfällen kennt Musk sich aus: Zuletzt explodierte ein Falcon 9 Modell 2016 in der Nähe der Startrampe bei einem Zündversuch.

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Die "Falcon Heavy" ist nach Angaben von SpaceX mit 70 Metern Länge und über 60 Tonnen Nutzlast die größte derzeit im Einsatz befindliche Weltraumrakete. Im Prinzip besteht sie aus der Falcon 9, mit der SpaceX bereits seit Jahren Satelliten - meist - erfolgreich ins All bringt und Fracht zur Internationalen Raumstation befördert. Für mehr Schubkraft werden ihr noch zwei Booster an die Seite gestellt. Die Rakete verfügt damit über insgesamt 27 Antriebe.

Sie kann fast 64 Tonnen Nutzlast in eine niedrige Erdumlaufbahn befördern, ist aber auch für Missionen zum Mond oder Mars nutzbar, dann mit entsprechend weniger Nutzlast (im Fall des Mars: 16.800 Kilogramm). Nur die amerikanische Mondrakete Saturn V und die sowjetische Energija waren kraftvoller. SpaceX vergleicht die Kraft der Rakete mit 18 Boeing-747-Jumbojets, die mit Maximalleistung starten.

Start um Jahre verzögert

Der Start der Rakete hat sich um mehrere Jahre verzögert, ursprünglich sollte sie bereits 2013 abheben. Auch zuletzt verzögerte sich der Testflug noch einmal um zwei Stunden. Die Rakete soll die Sonne in einem Orbit umkreisen, der auch am Mars vorbeiführt. Dort will Musk eine menschliche Kolonie entwickeln. Dafür benötigt er aber eine weitere Rakete, die aktuell unter dem Kürzel BFR läuft.

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Wichtig für die Zukunftspläne von SpaceX ist es, die Kosten für die Raketen durch die Wiederverwendung von Bauteilen gering zu halten. Deswegen sollen auch bei diesem Start die ersten Raketenstufen wieder kontrolliert zur Erde zurückfliegen. Und zwar, das ist eine Premiere, alle drei auf einmal. Zwei Stufen sollen in speziellen Bereichen der Cape Canaveral Air Force Station landen, die dritte auf einem Schiff.

ans/dpa-AFX/AP
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