LHC Teilchenbeschleuniger schafft Weltrekord

13 Teraelektronenvolt - noch nie sind bei einem Experiment Teilchen mit solcher Wucht aufeinandergeprallt wie jetzt am Europäischen Kernforschungszentrum Cern.
CMS-Detektor am Beschleunigers LHC: Zweijähriger Umbau

CMS-Detektor am Beschleunigers LHC: Zweijähriger Umbau

Foto: ? Denis Balibouse / Reuters/ REUTERS

Sechs Wochen nach dem Neustart prallen im größten Teilchenbeschleuniger der Welt Protonen mit bislang unerreichter Energie aufeinander. In der Nacht zum Donnerstag erreichte der Large Hadron Collider (LHC) in Genf den Rekordwert von 13 Teraelektronenvolt (TeV) - nahezu doppelt so viel wie bisher.

Allerdings handelte es sich zunächst um Testkollisionen und noch nicht um Experimente zur Suche nach unbekannten Elementarteilchen, wie das Europäische Kernforschungszentrum (Cern) am Donnerstag mitteilte. Mit dem Erreichen der Rekord-Energiewerte sei die auf acht Wochen angelegte Phase der Wiederinbetriebnahme des LHC erfolgreich fortgesetzt worden. Dabei werden alle Systeme und Bestandteile des 27 Kilometer langen LHC-Ringtunnels getestet und aufeinander eingestellt. Ab Anfang Juni sollen Daten aufgezeichnet werden.

Der LHC war in zweijähriger Arbeit umfassend aufgerüstet worden. Knapp drei Jahre nach der Entdeckung des Higgs-Teilchens hoffen die Forscher unter anderem, in den Zerfallsprodukten der Teilchenkollisionen Beweise für die Existenz von Dunkler Materie sowie Informationen über ihre Zusammensetzung zu bekommen.

Mehr über den Neustart des weltgrößten Experiments erfahren Sie in dem Multimediaspecial: Neustart für die Weltmaschine.

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LHC aufgerüstet: 13 statt 8 Teraelektronenvolt

Foto: DENIS BALIBOUSE/ REUTERS
boj/dpa
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