Nordsee Taucher entdecken deutsches U-Boot-Wrack

Fast hundert Jahre lag das Minenleger-U-Boot unentdeckt auf dem Meeresgrund: Dänische Taucher haben Überreste des deutschen U-78 entdeckt, das im Ersten Weltkrieg versenkt wurde. Im Sommer ist eine Ausstellung geplant.

Dänischer Taucher Andersen (l.) mit Mitarbeiter: Fund am Meeresgrund
DPA

Dänischer Taucher Andersen (l.) mit Mitarbeiter: Fund am Meeresgrund


Das Wrack eines deutschen U-Bootes aus dem Ersten Weltkrieg ist nach dänischen Medienberichten am Grund der Nordsee gefunden worden. Das Minenleger-U-Boot mit 40 Mann an Bord sei Ende Oktober 1918, kurz vor Kriegsende, von dem britischen U-Boot G2 versenkt worden, berichtete die Zeitung "Lemvig Folkeblad".

Seitdem sei nur seine ungefähre Position des U-78 bekannt gewesen, bis der Taucher Gert Normann Andersen Mitte April dieses Jahres auf das Wrack stieß. "Es war vermutlich das letzte in der Gegend, das wir noch nicht gefunden hatten", sagte Andersen dem "Folkeblad". Vermutlich sei das U-Boot auf dem Heimweg gewesen, als es getroffen wurde.

Unterwasser-Sonarscan des U-78: Fast hundert Jahre unentdeckt
DPA/ JD-Contractor A/S

Unterwasser-Sonarscan des U-78: Fast hundert Jahre unentdeckt

Überreste des U-78 werden ab dem Sommer in einem neuen Museum in dem Ort Thyborøn in Jütland zu sehen sein. Das U-Boot war 1916 in der Hamburger Vulkan-Werft vom Stapel gelaufen und war mit 38 Seeminen ausgestattet. Insgesamt fuhr es 13 Einsätze in der Nordsee und vor den britischen Inseln. Am 27. Oktober 1918 wurde das U-Boot durch einen Torpedo versenkt, die komplette Besatzung kam dabei ums Leben.

Video über den Fund eines deutschen U-Bootes vor Helgoland

sto/dpa



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