Wrack-Erkundung U-Boote erstellen 3-D-Karte der "Titanic"

Neuer Vorstoß zur "Titanic": Mit moderner Technik vermessen Forscher das Wrack am Meeresgrund in 3800 Metern Tiefe. Ein hochpräzises, dreidimensionales Bild des gesunkenen Schiffes entsteht.

AP / Premier Exhibitions, Inc.-Woods Hole Oceanographic Institution

Forscher wagen einen neuen Vorstoß zur "Titanic", dem berühmtesten Wrack der Geschichte. Es liegt auf dem Grund des Nordatlantiks in 3800 Metern Tiefe. Das Schiff galt bei seinem Stapellauf als unsinkbar, rammte jedoch auf seiner Jungfernfahrt am 14. April 1912 einen Eisberg und sank. Bei der Katastrophe kamen rund 1500 Menschen zu Tode. Eine neue Expedition der Organisation "RMS Titanic" soll das Wrack nun genauer erkunden. Zwar hat der Sturm "Danielle", der am Wochenende aufzog, das Vorhaben vorerst gestoppt. Gleichwohl haben die Forscher bereits neue Fotos von dem Wrack geschossen (siehe Bilderstrecke).

Ausgangspunkt der Erkundungen ist das Forschungsschiff "Jean Charcot". Es hatte Mitte August über dem Wrack Position bezogen, musste wegen des aufziehenden Sturms nun aber zurück in den Hafen in Neufundland. Sobald die Gefahr vorüber sei, werde die Arbeit weitergehen, sagte ein Sprecher von "RMS Titanic".

Ziel sei es, "mit modernster Technologie eine hochpräzise dreidimensionale Karte des Wracks" zu erstellen. Dazu tauchen zwei ferngesteuerte U-Boote ab, von denen aus das Wrack detailliert gefilmt wird. Zudem soll die "Titanic" mit Schallwellen vermessen werden: Transponder seien dazu bereits am Meeresgrund installiert worden, sagten Meeresforscher der Woods Hole Oceanographic Institution im US-Bundesstaat Massachusetts, die die Erkundungen unterstützen.

Besonderes Augenmerk gilt dem Trümmerfeld, das das Wrack im Umkreis von 15 Quadratkilometern umgibt: Es soll erkundet werden, worum es sich bei den Tausenden Artefakten handelt, die dort im Schlamm liegen, der sich in den 98 Jahren seit dem Untergang abgelagert hat. Geborgen werden soll aber nichts.

Das Team habe bislang Tag und Nacht ununterbrochen gearbeitet, erklärten die Organisatoren der Expedition. Mit Hilfe der Unterwasserfahrzeuge seien "Tausende Fotos und viele Stunden Videos" erstellt worden. Die hochauflösenden Bilder zeigen unter anderem den Schiffsbug, die Reling und den Anker. Sie sind ansonsten in vollkommener Dunkelheit verborgen.

boj/AP/AFP



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göpgöp 30.08.2010
1. was soll das ganze?
für was? Reicht es nicht mit Cameron´s Ghost of the Abyss. Was das kostet. Und für was? Damit sich ein paar Wissenschaftler mal wieder selbst verwirklichen
frubi 30.08.2010
2. .
Zitat von göpgöpfür was? Reicht es nicht mit Cameron´s Ghost of the Abyss. Was das kostet. Und für was? Damit sich ein paar Wissenschaftler mal wieder selbst verwirklichen
ALs ich nur die Überschrift gelesen habe kamen mir die selben Fragen in den Sinn. Wieviele Mäuler hätten mit diesem verprasstem Geld gesättigt werden können? Manchmal geht mir unsere westliche Wohlstands-"ich-weis-nicht-wohin-mit-meinem-Geld-also-gebe-ich-es-für-Nonsense-aus"-WELT ziemlich auf den Geist. Was kommt denn als nächstes? Google-Water-View für die Innenseite von Schildkrötenpanzer?
macstone101 30.08.2010
3. Fortschritt ist wichtiger als Essen
Zitat von frubiALs ich nur die Überschrift gelesen habe kamen mir die selben Fragen in den Sinn. Wieviele Mäuler hätten mit diesem verprasstem Geld gesättigt werden können? Manchmal geht mir unsere westliche Wohlstands-"ich-weis-nicht-wohin-mit-meinem-Geld-also-gebe-ich-es-für-Nonsense-aus"-WELT ziemlich auf den Geist. Was kommt denn als nächstes? Google-Water-View für die Innenseite von Schildkrötenpanzer?
Ja dies nennt man Fortschritt. Nebenbei gesagt, es ist irrelevant wieviel Lebensmittel man dafür kaufen kann. Evtl. sollten nur die Leute Kinder kriegen, die sie auch ernähren können.
lupodererste 30.08.2010
4. titanik
Es hat sich mir noch nicht erschlossen, welchen Sinn dieses für die Entwicklung der Menschheit haben Soll! (bitte detailierten Bericht) Solange Menschen verhungern (z.B. Pakistan) ist solch ein Vorhaben (grundsätzlich) Unsinn. Ich möchte mein Steueraufkommen dafür nicht verwendet (verschwendet) wissen. Oder kann ich meine Steuerlast reduzieren?
Zephira 30.08.2010
5. Typisch
Zitat von frubiALs ich nur die Überschrift gelesen habe kamen mir die selben Fragen in den Sinn. Wieviele Mäuler hätten mit diesem verprasstem Geld gesättigt werden können? Manchmal geht mir unsere westliche Wohlstands-"ich-weis-nicht-wohin-mit-meinem-Geld-also-gebe-ich-es-für-Nonsense-aus"-WELT ziemlich auf den Geist. Was kommt denn als nächstes? Google-Water-View für die Innenseite von Schildkrötenpanzer?
Wie wäre es dann, wenn Sie arbeiten würden, um Futter für selbige Mäuler kaufen zu können, statt Ihre Zeit in Webforen zu vergeuden? Oder besser noch, verkaufen Sie Ihren PC und Ihren Internetanschluss zu diesem Zweck. Eine alter Spruch lautet "Jedem das Seine, und mir das Meiste." göpgöp, frubi und lupodererste finden aber selbst den ersten Teil noch zu großzügig...
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