Überschallflugzeug Nasa testet Concorde-Nachfolger

Von Paris nach New York in drei Stunden: Die Concorde machte es möglich - und bald wieder die Nasa? Die US-Agentur hat Details zu ihrem ultraschnellen Passagierflugzeug präsentiert.
Modell des X-plane

Modell des X-plane

Foto: DPA

Die Nasa hat bei der Entwicklung eines Überschallflugzeugs für den Passagierbetrieb entscheidende Fortschritte gemacht. Eine erste Überprüfung eines Modells sei erfolgreich verlaufen, teilte die Nasa mit . Die Ingenieure hatten eine Miniaturversion des geplanten Flugzeugs X-plane unter anderem in einem Windkanal getestet.

"Wir sind nun einen Schritt näher, einen echten X-plane zu bauen", sagte David Richwine, der bei der Nasa für das Design des Überschallflugzeugs zuständig ist.

Der X-plane oder auch "Quiet Supersonic Transport" genannte Jet war vom US-Rüstungskonzern Lockheed Martin für die Nasa entwickelt worden. Der X-plane könnte ein erster Schritt hin zu einer möglichen Rückkehr zu Überschall-Passagierflugzeugen sein. Bis 2003 war die Überschallmaschine Concorde im Einsatz.

Die "Königin der Lüfte" brauchte für die Strecke zwischen Paris und New York nur etwa drei Stunden. Damit war sie etwa doppelt so schnell wie moderne Unterschallflugzeuge. Die Flughöhe der Concorde lag bei bis zu 18.000 Metern. Ihr Betrieb wurde jedoch wegen wachsender Sicherheitsbedenken und geringer Nachfrage eingestellt.

"Nur ein weicher Schuss"

Seitdem arbeitet die Nasa an einem Nachfolger. Der X-plane soll im Vergleich zur Concorde deutlich leiser sein und nur einen "weichen Schuss" abgeben, wenn er die Schallmauer durchbricht, so die Nasa.

Nach dem erfolgreichen Test des Modells würden nun weitere Daten gesammelt. Das endgültige Passagierflugzeug könne frühestens 2021 getestet werden. Damit hat sich der Zeitplan bereits um ein Jahr verschoben.

Derzeit arbeiten mehrere Firmen an Überschallflugzeugen. In der vergangenen Woche hatte das US-Unternehmen Boom angekündigt, dass es für seinen bis zu 55-sitzigen Überschalljet bereits 76 Bestellungen von fünf Fluggesellschaften eingesammelt habe.

koe/dpa