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Teure Werbung fürs Atom

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aus DER SPIEGEL 24/1983

Nach dem Grundsatz »es zahlt sich aus zu werben« starteten die US-Regierung und die amerikanische Nuklear-Industrie eine große Werbekampagne. Um dem angeschlagenen Industrie-Zweig wieder Auftrieb zu verleihen, sponsort das Energieministerium den Pro-Atom-Film »Nichts dem Zufall überlassen« mit 250 000 Dollar, und die Gruppe »Wissenschaftler und Ingenieure für sichere Energie« erhält 100 000 Dollar, aus Haushaltsmitteln, um Atom-Werbung an Universitäten zu treiben. Atomkritiker und Umweltschützer werden von den Atom-Werbetagen an den Hochschulen ferngehalten. »Die erfahren«, so die Energie-Gruppe, »durch die Diskussion mit respektablen Experten nur eine unverdiente Aufwertung.« Die Bemühungen der Industrie werden von einem »Komitee für Energiebewußtsein« gesteuert. 100 Firmen speisen das jährliche PR-Budget von 30 Millionen Dollar - Teile der Gelder fließen direkt vom Stromverbraucher in die PR-Kasse.

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