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Ausstellungen Verwandte im Käfig

aus DER SPIEGEL 21/1996

Am Dienstag dieser Woche werden die NRW-Wissenschaftsministerin Anke Brunn und die Paläoanthropologin Meave Leakey vom Nationalmuseum in Nairobi im Kölner Zoo die Ausstellung »Vier Millionen Jahre Mensch« eröffnen. Bis zum 20. Oktober soll die als »einzigartiges Schauspiel zur Evolution des Menschen« angekündigte Show in Köln zu sehen sein, dann zieht sie weiter in andere europäische Länder und die USA. Mittelpunkt der Ausstellung, die von Frau Leakey in Zusammenarbeit mit ihren Kollegen Jim White (Berkeley, USA) und Jean Clottes (Paris) konzipiert wurde, bilden vier Dioramas, die elektronisch animierte Vor- und Frühmenschen in den Landschaften ihrer Periode zeigen:Vom Australopithecus (vor vier Millionen bis drei Millionen Jahren) über den Homo erectus und den Neandertaler bis zum Cro-Magnon-Menschen (vor 40 000 bis 20 000 Jahren) mit einer Rekonstruktion der ältesten, kürzlich im französischen Chauvet entdeckten Höhlenmalereien. Daß die Ausstellung im Zoo aufgebaut wird, stellt nach Ansicht der Veranstalter einen besonderen Reiz dar: Die Show ermögliche einen »unmittelbaren Vergleich des Menschen und seiner Vorfahren mit seinen nächsten Verwandten, den Bonobos, Gorillas und Orang-Utans« in den Käfigen gleich nebenan.

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