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Atomtechnik Waffenuran für Europa

aus DER SPIEGEL 6/1996

Nach einer Meldung des britischen Wissenschaftsmagazins New Scientist wollen fünf europäische Länder von Rußland hochangereichertes Uran kaufen, das aus den Sprengköpfen abgewrackter russischer Raketen stammt. Das bombenfähige Material soll in schottischen und französischen Anlagen zu Brennstäben verarbeitet werden, die für Forschungsreaktoren in Belgien und den Niederlanden sowie für den umstrittenen Reaktor in Garching bei München bestimmt sind. Nach den Recherchen des New Scientist sind damit die Bestrebungen der US-Regierung gescheitert, die eine kommerzielle Nutzung von hochangereichertem Uran weltweit unterbinden möchte, um einen Mißbrauch etwa durch Terroristen auszuschließen. Die Verhandlungen über den Urankauf mit Minatom, dem russischen Atom-Ministerium, werden laut New Scientist von der europäischen Atombehörde Euratom geführt und sollen kurz vor dem erfolgreichen Abschluß stehen.

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