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Erdbeben Warnung aus dem All

aus DER SPIEGEL 29/1993

Mit Hilfe einer speziellen Radartechnik - der sogenannten Radar-Interferometrie - ist es französischen Wissenschaftlern gelungen, die bei einem Erdbeben entstandenen Verschiebungen zentimetergenau zu messen. Die von dem europäischen Satelliten ERS-1 ermittelten Radardaten von Südkalifornien aus der Zeit vor und nach dem Erdbeben vom 28. Juni 1992 wurden mit Computerhilfe zu einer Art Konturen-Landkarte aufgearbeitet (Foto). Jeder der grau schattierten Abschnitte steht dabei für eine Verschiebung um 28 Millimeter gegenüber dem Zustand vor dem Beben. Wo die Linien am dichtesten zusammengeballt sind, waren die größten Verschiebungen zu verzeichnen. Mit Hilfe der neuen Technik, so der Leiter des Forscherteams, Didier Massonnet, könnte die Erdbebenvorhersage verbessert werden, auch ließe sich zuverlässiger als bisher vor Vulkanausbrüchen warnen; Gletscherbewegungen und Erdrutsche könnten ebenfalls beobachtet werden.

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