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Brandbekämpfung Wasser genügt

aus DER SPIEGEL 32/1996

Seit Jahren sind Brandschutzexperten auf der Suche nach Ersatz für die halonhaltigen, die Ozonschicht gefährdenden Schaumlöscher, deren Produktion in den Industrieländern durch das Montrealer Protokoll seit 1994 verboten ist. Norwegische Fachleute haben jetzt ein Mittel entdeckt, das nach Meinung des Projektleiters Ragnar Wighus zumeist »genausogut wirkt wie Schaum": fein versprühtes Wasser. Sprüh-Aggregate, die Tropfen mit einem Durchmesser zwischen 0,1 und 0,3 Millimetern abgaben, konnten mit nur sieben Liter Wasser eine Fläche von einem Quadratmeter brennenden Dieseltreibstoffs löschen. Nicht ratsam ist der Einsatz des Wassernebels bei Schmorbränden von elektrischen Anlagen oder Computern. Daß die großen Chemiefirmen trotzdem weiter nach synthetischem Halon-Ersatz suchen, ist laut Wighus nicht verwunderlich: »Mit dem Verkauf von Wasser ist nicht viel zu verdienen.«

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