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TOURISMUS Wellenreiten in der Surfmaschine

aus DER SPIEGEL 4/2007

Traumhafte Wellen, eine nach der anderen, bis zu sechsmal in der Minute: Das ist die Verheißung des ersten Wellenpools speziell für Surfer, der gerade in Florida vollendet wird. Der Ron Jon Surfpark in Orlando bietet drei große Becken jeweils mit Wellenmaschine und ausgetüfteltem Bodenprofil; im größten Pool - etwa 110 mal 50 Meter - ist der Boden sogar frei verformbar. Damit lassen sich die typischen Wellen der legendären Surfstrände von Tahiti bis Australien simulieren - bis zu einer Kammhöhe von zweieinhalb Metern. Der Beckenboden ist mit wassergefüllten Plastikpolstern bedeckt, auf denen ein bewegliches Stahlgerüst liegt. Ein Steuercomputer formt über Kabelzüge die Konturen des nachgebildeten Meeresbodens. Surfer können hier ohne lästiges Warten bis zu 90 Meter lange Wellenritte in Serie absolvieren. Hinter dem Projekt steckt Kerry Black, ein ehemaliger Professor für Ozeanografie, der zuvor die Bodenverhältnisse in 44 Surfgebieten vermessen hat. Mit seiner neuseeländischen Firma ASR baut Black zudem seit Jahren vor Stränden in aller Welt künstliche Riffe auf, um den Wellenverlauf zu optimieren. Blacks neue Surfmaschine in Florida soll im Frühling eröffnet werden. Tausende Wellenreiter haben sich bereits in die Warteliste eingetragen.

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