Ex-Astronautin Sharman spekuliert über Aliens "Außerirdische existieren, es gibt keinen Zweifel daran"

Helen Sharman war die erste Britin im All und ist sich sicher: Es gibt Aliens, vielleicht sogar auf der Erde. Wir sehen sie nur nicht.
Chemikerin Helen Sharman behauptet, Außerirdische existierten, es gebe keinen Zweifel daran

Chemikerin Helen Sharman behauptet, Außerirdische existierten, es gebe keinen Zweifel daran

Foto: Steve Parsons/dpa

Die erste britische Astronautin, Helen Sharman, glaubt an Außerirdische im All. "Außerirdische existieren, es gibt keinen Zweifel daran. Es gibt so viele Milliarden von Sternen da draußen im Universum, dass es alle möglichen Arten von Lebensformen geben muss", sagte die Wissenschaftlerin der Zeitung "The Observer" .

Diese Lebensformen müssten nicht unbedingt aus Kohlenstoff und Stickstoff bestehen wie das Leben auf der Erde und damit auch der Mensch. "Es ist möglich, dass sie schon hier sind und wir sie einfach nicht sehen können."

Leben auf Siliciumbasis wäre denkbar

Dass es auch andere Lebensformen geben könnte, die nicht auf Kohlenstoff basieren, ist eine beliebte Theorie. Zum Beispiel wäre Leben auf Basis von Silicium denkbar, das ähnliche Eigenschaften wie Kohlenstoff hat. Allerdings sind Verbindungen mit Silicium deutlich starrer. Dass daraus intelligentes Leben entstehen kann, gilt deshalb als unwahrscheinlich. Chemische Prozesse würden einfach zu lange dauern.

2010 sorgte ein Bakterium für Aufsehen, das vermeintlich giftiges Arsen in sein Erbgut einbauen kann. Das Ganze entpuppte sich später jedoch als Irrtum. Das Bakterium GFAJ-1 ist nicht außergewöhnlich, es erträgt nur viel Arsen.

Raumfahrerin Sharman hatte 1991 an einer Mission zur Raumstation Mir teilgenommen, die von der Sowjetunion gebaut worden war. Es war der erste Aufenthalt eines Astronauten aus Großbritannien im All. Die 56-jährige Chemikerin arbeitet inzwischen am Imperial College in London.

Sie ist längst nicht die einzige Forscherin, die an die mögliche Existenz außerirdischen Lebens glaubt. Forscher des renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge wollen Aliens mit einem Laserstrahl anlocken.

Antwort erst nach 1000 Jahren

Auch Kommunikation wäre mit der Technik denkbar. Allerdings wäre die Nachrichtenübertragung recht langsam. Selbst wenn wir direkt beim nächsten Nachbarstern der Sonne, Proxima Centauri, auf eine kommunikationswillige Zivilisation stoßen sollten, würde jede Antwort von dort erst nach acht Jahren eintreffen. Proxima Centauri ist rund vier Lichtjahre entfernt. Bei einer 500 Lichtjahre entfernten Zivilisation käme eine Antwort erst nach 1000 Jahren an.

Vor Kurzem zeigten Forscher zudem, dass Teile unseres Erbguts außerirdischen Ursprung haben. Ribose kam demnach aus dem All auf unseren Planeten. Wissenschaftler untersuchen seit einiger Zeit, ob biologisch wichtige Zucker aus dem Weltall auf die junge Erde gekommen sein könnten. Bereits in den Sechzigerjahren hatten sie biologische Zucker wie Glukose und Arabinose in kohlenstoffhaltigen Meteoriten gefunden.

Der Astronom Avi Loeb hält es sogar für möglich, dass es sich bei dem interstellaren Himmelsobjekt Oumuamua um eine außerirdische Weltraumsonde handelt . Andere Forscher sind dagegen überzeugt, dass Oumuamua einen natürlichen Ursprung hat.

koe/dpa