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Ariane-Nachfolger gesucht: Europas Raketenbasar

Foto: AFP/ ESA/ P. Baudon

Ariane 6 Europa baut neue Rakete

Geldsegen für die Europäische Raumfahrtagentur Esa: Die Minister der Mitgliedstaaten haben den Bau einer neuen Rakete beschlossen. Die Ariane 6 soll in sechs Jahren erstmals abheben.

Die europäischen Staaten haben die Entwicklung der neuen Trägerrakete Ariane 6 beschlossen. Für das Nachfolgeprojekt der erfolgreichen Ariane-5-Rakete sagten die Minister der Mitgliedstaaten der Europäischen Weltraumagentur Esa am Dienstag in Luxemburg rund vier Milliarden Euro zu, wie die französische Staatssekretärin für Forschung, Geneviève Fioraso, mitteilte.

Die Entwicklung der Ariane 6 gehört zu einem umfassenderen Raumfahrtplan, für den insgesamt acht Milliarden Euro zur Verfügung gestellt werden sollen. Die Ariane 6 soll erstmals 2020 gestartet werden. Sie soll in der Nutzung flexibler sein als die Ariane 5 - und Nutzlasten zwischen fünf und zehn Tonnen ins All bringen können.

Jahrelanges Schachern

Die europäischen Teilnehmerstaaten sagten am Dienstag auch zu, für die Ariane-Starts eine neue Abschussrampe am europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana in Südamerika zu bauen. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte vor wenigen Tagen einen zusätzlichen deutschen Beitrag zur Ariane 6 von jährlich mehr als 60 Millionen Euro angekündigt.

Dem Beschluss war jahrelanges Schachern vorausgegangen. Die Bundesregierung hatte sich zunächst dafür stark gemacht, die europäische Ariane 5 weiterzuentwickeln. Jetzt aber soll auf Druck Frankreichs eine ganz neue Rakete gebaut werden. Deutschland scheint dennoch zufrieden mit der Entwicklung - unter anderem weil Frankreich ein Entgegenkommen bei der Finanzierung der ISS signalisiert hatte.

boj/AFP
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