Außeneinsatz an der ISS Arbeitsreiche Weihnachtszeit

Auf der Internationalen Raumstation sind die Weihnachtstage mit Arbeit vollgepackt. Am Freitag startete der dritte Weltraumspaziergang binnen einer Woche. Nach zwei Einsätzen von US-Astronauten sind nun zwei russische Kollegen im All unterwegs.
Kühlung repariert: Rick Mastracchio beim ISS-Außeneinsatz am 24. Dezember

Kühlung repariert: Rick Mastracchio beim ISS-Außeneinsatz am 24. Dezember

Foto: DPA/NASA

Am Freitag sind zwei Besatzungsmitglieder der Internationalen Raumstation ISS zu einem mehrstündigen Außeneinsatz im All ausgestiegen.

Der derzeitige ISS-Kommandant Oleg Kotow und sein russischer Kollege Sergej Rjasanski wollen unter anderem ein paar Kameras an der Außenhülle der ISS montieren. Die Kameras seien Teil eines kanadischen Projektes, das Fotos von der Erdoberfläche sammelt, teilte die US-Weltraumbehörde Nasa mit.

Die Kosmonauten werden während des Einsatzes außerdem das im Jahr 2008 installierte Vsplesk-Experiment entfernen, das seismische Effekte gemessen hatte. An dessen Stelle werden sie eine neue Vorrichtung montieren, die ebenfalls der Erdbebenerforschung dient: Seismoprognoz. Auch ein anderes Experiment, "MPAC & SEED", bauen Kotow und Rjasanski ab. In etwa sieben Stunden sollen die Raumfahrer alle anstehenden Arbeiten erledigen.

Kotow absolviert bereits seinen fünften Weltraumspaziergang, für Rjasanski ist es der zweite Außeneinsatz an der ISS.

Defekte Kühlung

Für die Besatzung ist die Weihnachtszeit in rund 400 Kilometern Höhe in diesem Jahr alles andere als geruhsam. Am 21. und 24. waren die US-Astronauten Rick Mastracchio and Mike Hopkins außerhalb der Raumstation unterwegs, um eine defekte Kühlpumpe auszutauschen. Der Fehler im Kühlsystem war am 12. Dezember aufgefallen. Eine der Pumpen hatte plötzlich nicht mehr funktioniert, wodurch die Station nicht mehr komplett klimatisiert werden konnte. Die Installation der neuen Kühlpumpe verlief erfolgreich.

Die beiden Kosmonauten Kotow und Rjasanski waren zuletzt im November zu einem spektakulären Weltraumspaziergang ausgestiegen, als sie eine Olympia-Fackel mit ins All genommen hatten. Ganz stilecht war der Fackellauf allerdings nicht. Die Flamme blieb nämlich aus.

Auf der ISS arbeiten derzeit drei Russen, zwei Amerikaner sowie der Japaner Koichi Wakata, der im Frühjahr das Kommando auf der Raumstation übernehmen wird.

wbr/dpa
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