Bilderbuch-Start "Atlantis" fliegt zur Internationalen Raumstation

Nach vier Monaten Zwangspause ist wieder ein Space Shuttle ins All gestartet. Die "Atlantis" bringt Besuch zur Raumstation ISS - und ein neues Fitnessgerät für die Dauerbesatzung.


Raumfähre "Atlantis": Start bei strahlend blauem Himmel
REUTERS

Raumfähre "Atlantis": Start bei strahlend blauem Himmel

Die Raumfähre hob am Montag um 21.46 Uhr MESZ bei strahlend blauem Himmel vom Raumfahrtzentrum Cape Canaveral in Florida ab. Der Bilderbuchstart wurde von einer neuen, 760.000 Dollar teuren Kamera aufgenommen, die an einem der Außentanks des Shuttles montiert war.

Die "Atlantis" soll am Mittwoch um 17.25 MESZ an der Internationalen Raumstation andocken. Für die dreiköpfige Langzeitbesatzung der ISS ist es der erste Besuch seit Beginn ihrer Mission Anfang Juni. Schon einen Tag später soll beim ersten von drei Weltraumausstiegen ein neues fast 14 Meter langes Gerüstteil montiert werden, an dem später unter anderem Radiatoren für die Station installiert werden sollen.

Neuer Blickwinkel: Eine Außenkamera lieferte ungewöhnliche Bilder
DPA

Neuer Blickwinkel: Eine Außenkamera lieferte ungewöhnliche Bilder

Im Gepäckraum hat die "Atlantis" neben mehreren Tonnen Nahrungsmittel und Ausrüstung auch ein neues Fitnessgerät für die dreiköpfige Langzeitbesatzung: ein Laufband, auf dem sich die Astronauten in der Schwerelosigkeit fit halten können.

Ursprünglich waren für den Sommer mehrere Shuttle-Besuche geplant, doch zwangen winzige Risse in der Leitungsschutzschicht der Shuttles die Weltraumbehörde Nasa zu umfangreichen Reparaturarbeiten. Ein Ingenieur hatte die Risse zunächst bei der "Atlantis" entdeckt. Bei einer Überprüfung wurden solche Risse auch bei den anderen Fähren "Discovery", "Columbia" und "Endeavour" festgestellt.

Vergangene Woche sorgte der Hurrikan "Lili" für eine weitere Verschiebung des Starts. Die Ausläufer wurden zwar nicht am Raumfahrtzentrum in Florida erwartet, jedoch hätte der Hurrikan das Kontrollzentrum in Houston lahm legen können. Der Sturm schwächte sich jedoch derart ab, dass das Kontrollzentrum verschont blieb.

Die "Atlantis" soll elf Tage im All bleiben. Die derzeitige Langzeitbesatzung - die Russen Waleri Korsun und Sergej Treschtschow sowie die Amerikanerin Peggy Whitson - soll am 11. November zur Erde zurückkehren und durch eine frische Crew ersetzt werden.



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