"Blue Moon" Bezos präsentiert Pläne für seine Mondmission

"Es ist Zeit, zum Mond zurückzukehren - dieses Mal, um zu bleiben": Jeff Bezos, Amazon-Chef und Gründer des Raumfahrtunternehmens Blue Origin, hat in Washington das Modell einer Mondlandefähre vorgestellt.

Jeff Bezos neben dem Modell der Mondlandefähre Blue Moon
Patrick Semansky/ AP

Jeff Bezos neben dem Modell der Mondlandefähre Blue Moon


Eine Stunde dauerte die Präsentation, sie fand in Washington statt, ganz in der Nähe des Weißen Hauses: In einem Kongresszentrum stellte Jeff Bezos die Pläne für seine Mondmission vor. Dem Publikum zeigte er dafür unter anderem das Modell einer Mondlandefähre namens Blue Moon. "Das ist ein unglaubliches Fahrzeug, und es wird zum Mond fliegen", sagte Bezos.

Seine Firma Blue Origin habe seit drei Jahren am Design des Mondlandefahrzeugs gearbeitet. Es solle bis zu vier Mondautos sowie Geräte für wissenschaftliche Untersuchungen und eventuell sogar Menschen an Bord nehmen können. Einen konkreten Zeitplan für einen möglichen Start nannte er aber nicht. Im Publikum saßen unter anderem Mitarbeiter der US-Raumfahrtbehörde Nasa sowie potenzielle Blue-Moon-Kunden.

Ende März hatte die Regierung in Washington die Nasa zur Eile gedrängt: Binnen fünf Jahren sollten Amerikaner wieder auf den Mond, das ist das erklärte Ziel. "Ich liebe das", sagte Bezos nun über diesen ambitionierten Zeitplan. "Wir können dabei helfen, diese Frist einzuhalten." Es sei an der Zeit, auf den Mond zurückzukehren - "dieses Mal, um zu bleiben".

Bezos ist Chef von Amazon, besitzt die Zeitung "Washington Post" und gilt als reichster Mann der Welt. Im Jahr 2000 gründete er das Raumfahrtunternehmen Blue Origin. Vor gut einem Jahr hatte Bezos gesagt, Blue Origin sei "das Wichtigste, was ich mache". Er denke, dass die Erschließung des Sonnensystems unter anderem nötig sei, um künftige Energiekrisen zu verhindern.

Video: Bezos will Touristen ins Weltall schicken - Blue Origin mit erfolgreichem Raketentest

BLUE ORIGIN

Mit seinen Mondlandeplänen befindet sich Bezos in guter Gesellschaft. Auch der Unternehmer Elon Musk verfolgt mit seinem Raumfahrtunternehmen SpaceX ähnlich ambitionierte Vorhaben. Mehr dazu erfahren Sie hier.

aar/Reuters/dpa

insgesamt 31 Beiträge
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napoleonwilson 10.05.2019
1. Bezos
Er sollte lieber seine Mitarbeiter ausreichend bezahlen, als Milliarden in eine 50 Jahre alte Wiederholung mit zweifelhaften Nutzen zu investieren. Wie es richtig geht zeigt der Tesla Prinz. Gleich zum Mars. Am besten per globalem Growdfounding. Mit garantiertem Totalverlust.
cherrylady 10.05.2019
2. Cool
Jetzt weiß ich endlich, wo die exorbitanten Händlergebühren bleiben, die wir als Amazon Marketplace-Händler zahlen :-)
fatherted98 10.05.2019
3. Immerhin..
....ein machbares Projekt...im Gegensatz zu einer Mars Mission. Die Menschheit sollte erst mal Erfahrungen mit Leben und Besiedlung im All auf dem Mond sammeln....die vollmundig angekündigte Mars Mission wird wohl nicht kommen....obwohl ja schon Auswahlverfahren für die Teilnehmer stattgefunden haben. Beschämend nur...das ein Privatinvestor dies machen muss...und die Staaten dieser Erde nicht zusammenarbeiten können um den ersten Schritt zu vollziehen.
taglöhner 10.05.2019
4. Klar
Reiche Unternehmer, die Ihr eigenes Geld nicht bloß in Fussballvereine und Yachten stecken, sind dem Michel suspekt.
treime 10.05.2019
5. @ Nr.1
Hmm, garantierter Totalverlust? Wenn es schiefgeht, dann nur die Mars-Mission an sich. Aber das werden sich auch die Entdecker Amerikas & Co. auch gedacht haben. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Im übrigen laufen die Raketen von "Tesla Prinz" Musk sehr erfolgreich. Gerade ist eine Falcon Heavy mit ordentlich Frachtgut (Satellit) erfolgreich gewesen, inkl. Rückkehr und Landung der Booster (teils auf schwimmenden Plattformen). Bezos' Programm verfolge ich nicht so. Das sieht eher aus, als würde der sich nen Rückzugsort suchen ^^
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