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28. Januar 2015, 12:19 Uhr

US-Raumfahrt

Boeing soll ab 2017 Astronauten ins All bringen

Material bringen Privatfirmen schon seit langem ins All, und bald kommen Menschen hinzu: Der Boeing-Konzern soll ab 2017 bemannte Raumflüge für die Nasa durchführen. Doch das Unternehmen ist nicht ohne Konkurrenz.

Der Termin steht: Der US-Konzern Boeing soll als erstes Privatunternehmen im Auftrag der Nasa Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS befördern. Nach Angaben der US-Weltraumbehörde ist der erste Testflug für Juli 2017 geplant. Zu einem späteren Zeitpunkt werde ein bemannter Raumflug von Boeings Wettbewerber SpaceX folgen. Die Nasa hatte die beiden Unternehmen im Herbst 2014 beauftragt, eine neue Generation von Raumfähren für die Reise zur ISS zu entwickeln.

Der Vertrag hat ein Gesamtvolumen in Höhe von 6,8 Milliarden Dollar (gut sechs Milliarden Euro). Boeing erhält mit 4,2 Milliarden Dollar den Löwenanteil, SpaceX muss sich mit 2,6 Milliarden Dollar begnügen. Seit dem Ende der Space-Shuttle-Ära im Sommer 2011 sind die Amerikaner auf Mitfluggelegenheiten in russischen Sojus-Kapseln angewiesen.

Per Mietrakete ins Weltall

In Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft will die Nasa diese Abhängigkeit in den kommenden zwei bis drei Jahren beenden. Der Luft- und Raumfahrtriese Boeing plant eine eichelförmige Raumkapsel mit dem Namen CST-100. Den ersten Testflug im Juli 2017 sollen ein Boeing-Pilot und ein Astronaut absolvieren. Ab Dezember 2017 seien dann reguläre Missionen geplant, sagte Boeing-Manager John Elbon.

Die vergleichsweise kleine und junge Firma SpaceX des Unternehmers Elon Musk führt im Auftrag der Nasa bereits seit 2012 mit ihrem Raumtransporter "Dragon" Versorgungsflüge zur ISS aus. Für die Beförderung von Astronauten entwickelt SpaceX derzeit eine neue Version des Raumschiffs.

Der Nasa schwebt eine Art Mietsystem vor: Sie will die privaten Transportvehikel einfach ausleihen und nach dem Transport ihrer Astronauten wieder zurückgeben.

khü/AFP

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