Computersimulation Nasa-Mondrakete besteht ersten Test

Das Problem starker Schwingungen an der Rakete "Ares I" haben Nasa-Ingenieure offenbar gelöst: Ein Test des Designs der Rakete, die Teil des neuen Mondprogramms ist, verlief erfolgreich. 2011 soll das Geschoss erstmals montiert werden.


"Das ist ein wichtiger Schritt", sagte Doug Cooke, der am neuen Mondprogramm der Nasa mitarbeitet. Das Design der "Ares I"-Rakete musste von den Ingenieuren in den vergangenen Worten überarbeitet werden, nachdem bei Simulationen starke Schwingungen nach dem Start aufgetreten waren. Dieses Problem sei nun größtenteils gelöst, teilte die Nasa mit. Das habe der nun durchgeführte Designtest ergeben.

Bei dem Test wurde das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten von "Ares I" überprüft - auch Software und Sicherheit wurden begutachtet. Bislang existieren die meisten Teile nur als Entwürfe im Computer. Der nächste große Test der Rakete ist im März 2011 geplant. "Dann bauen wir alles zusammen", sagte Steve Cook, für "Ares" zuständiger Projektleiter.

"Ares I" ist Teil des neuen Mondprogramms der Nasa. Sie soll Astronauten ins All befördern. Für die schwere Mondfähre wird eine neue leistungsstarke Rakete entwickelt: "Ares V".

Bereits vor einem Monat hatten Nasa-Ingenieure berichtet, eine Lösung für das Problem der Schwingungen gefunden zu haben. Dies wurde mit dem Designtest nun bestätigt. Zu 90 Prozent seien die Schwierigkeiten überwunden, hieß es. Für die verbleibenden zehn Prozent werde man Lösungen finden, ohne dass zusätzliche Designtests erforderlich seien. Unter anderem geht es noch um die Frage, ob die Rakete bei schwerem Wetter starten kann, insbesondere bei Gewitter.

Ins Weltall soll die neue Rakete nach bisheriger Planung erstmals 2015 fliegen. Erste Flüge zum Mond sollen fünf Jahre später folgen. Weil die Space Shuttles 2010 endgültig eingemottet werden sollen, stünde die Nasa fünf Jahre ohne eigenes Raumschiff zum Transport von Astronauten da. Sie müsste dann die Russen um Mitflüge bitten. Intern lässt die Nasa bereits untersuchen, ob Shuttle-Flüge auch über 2010 hinaus möglich sind. Auch die beiden Präsidentschaftskandidaten Barack Obama und John McCain erwägen zumindest einen zusätzlichen Shuttle-Flug.

hda/AP/Reuters



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