"Crew Dragon" SpaceX-Kapsel dockt an der ISS an

Die Raumkapsel mit den Nasa-Astronauten Doug Hurley und Bob Behnken hat die Internationale Raumstation erreicht. Wie lange die Crew dort bleiben wird, ist noch nicht klar.
Foto: ROBYN BECK/ AFP

Nach rund 20 Stunden Flug ist der "Crew Dragon" des Unternehmens SpaceX an der Internationalen Raumstation (ISS) angekommen. Die "Endeavor" getaufte Kapsel dockte am Sonntag um 16:16 Mitteleuropäischer Sommerzeit am "Harmony"-Modul an, die Station befand sich zu diesem Zeitpunkt über dem Grenzgebiet von China und der Mongolei.

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Das Andocken fand etwas vor der geplanten Zeit statt. Bei der Annäherung an die Station flog das Raumschiff die meiste Zeit automatisch, die Crew probierte auf dem Testflug aber auch die manuelle Steuerung aus.

Bis die beiden Nasa-Astronauten Doug Hurley und Bob Behnken in die Station schweben konnten, mussten zunächst noch mehrere Verbindungen hergestellt und der Luftdruck angeglichen werden. Erst um 19:02 Mitteleuropäischer Sommerzeit wurde die letzte verbleibende Luke schließlich geöffnet. Dann vergingen weitere 20 Minuten mit Technik-Checks. In der Station erwarteten ihr Nasa-Kollege Chris Cassidy sowie die beiden russischen Kosmonauten Anatoli Iwanischin und Iwan Wagner die Neuankömmlinge.

Historische Fahne als Belohnung

Cassidy hatte auch eine US-Fahne vorbereitet, die mit dem letzten Space-Shuttle-Flug im Sommer 2011 zur ISS gebracht worden war. Diese war bereits bei ersten Flug der US-Raumfähren im Jahr 1981 im Orbit gewesen und sollte eine Auszeichnung für das erste Privatunternehmen sein, das mit seinen Kapseln Astronauten ins All bringt. Neben SpaceX hat auch Boeing einen entsprechenden Vertrag mit der Nasa. Ein Flug der "Starliner"-Kapsel des Unternehmens mit Menschen an Bord kann aber vermutlich erst im kommenden Jahr stattfinden.

Wie lange Hurley und Behnken auf der Raumstation bleiben, ist noch nicht klar. Es hängt davon ab, wie sich die Leistung der Solarmodule des „Crew Dragon“ entwickelt. Diese werden nicht wie sonst als Paneele ausgeklappt, sondern sind in der Oberfläche der Kapsel integriert. Solange die Zellen genug Strom liefern, dürfen Behnken und Hurley bleiben. Angedacht ist eine Missionsdauer zwischen 30 und 119 Tagen. Falls in dieser Zeit ein Außeneinsatz nötig werden sollte, haben Hurley und Behnken dafür trainiert.

chs
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