"Discovery" Schlechtes Wetter - Nasa verschiebt Landung auf morgen

Die Crew der "Discovery" scheint vom Pech verfolgt. Pannen beim Start, spektakuläre Reparaturen im All und nun das: Die Raumfähre kann heute nicht wie geplant landen. Die Astronauten müssen einen weiteren Tag um die Erde kreisen - in Florida ist das Wetter zu schlecht.


Dunkle Wolken über dem Kennedy Space Center: "Discovery"-Landung abgesagt
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Dunkle Wolken über dem Kennedy Space Center: "Discovery"-Landung abgesagt

Houston/Cape Canaveral - Die Nasa geht, wie schon zuvor bei der "Discovery"-Mission, auf Nummer sicher: Wegen einer dichten Wolkendecke über Cape Canaveral hat die US-Raumfahrtbehörde die für heute geplante Landung der Raumfähre abgesagt. Am morgigen Dienstag gebe es zwei neue Zeitfenster, in denen die "Discovery" am Kennedy Space Center landen könnte.

Die Wolken würden eine Rückkehr zwar theoretisch möglich machen, "aber angesichts der instabilen Wetterlage fühlen wir uns nicht wohl mit einer Landung heute", sagte ein Nasa-Sprecher. Die klimatischen Bedingungen seien "instabil".

Nun verlängert sich die Mission der "Discovery" um einen weiteren Tag. Sie soll nun am 14. Tag nach ihrem Start vom 26. Juli am Dienstagmorgen zu Ende gehen. Nach Angaben der Nasa ist eine Landung morgen um 11.07 oder 12.43 Uhr deutscher Zeit in Cape Canaveral möglich. Alternativ könne der Shuttle auch um 14.12 Uhr oder 15.47 Uhr MESZ auf der Edwards Air Force Base in Kalifornien oder um 12.39 bzw. 14.13 Uhr MESZ auf dem White-Sands-Gelände in New Mexico landen.

Eine Landung im Westen der USA aber wäre ein weiterer Rückschlag für die Nasa bei ihren Plänen für die Wiederaufnahme der nächsten Shuttle-Flüge zur Internationalen Raumstation ISS noch in diesem Jahr.

Erinnerungen an "Columbia"-Unglück

Die Mannschaft der "Discovery" hatte am frühen Morgen mit den letzten Vorbereitungen vor der Rückkehr auf die Erde begonnen. Jetzt müssen die sieben Astronauten ihre schweren Spezialanzüge wieder ablegen, die sie bei der riskanten und körperlich sehr belastenden letzten Etappe ihrer Mission schützen sollen.

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Spaziergang im All: Astronauten auf Fotosafari

Der kritische Moment des Rückflugs ist der Eintritt in die Erdatmosphäre. Die "Columbia" war im Februar 2003 in dieser Phase wegen eines Defekts am Hitzeschutzschild auseinander gebrochen. Damals kamen alle sieben Astronauten an Bord ums Leben.

Die Nasa hatte am Freitag ungeachtet einer gerissenen Isolierdecke unterhalb eines Cockpit-Fensters der "Discovery" grünes Licht für die Rückkehr zur Erde gegeben. "Die 'Discovery' ist in hervorragendem Zustand", sagte Kommandantin Eileen Collins in einem zur Erde übertragenen Interview. Die Fähre kann der Nasa zufolge nach einer Reparatur am Mittwoch der großen Hitze beim Eintritt in die Atmosphäre standhalten.

Die "Discovery" war am 26. Juli gestartet, um Lebensmittel und technische Ausrüstung zur Internationalen Raumstation ISS zu bringen. Weil sich beim Start aber ein Stück Isolierschaum des Treibstofftanks gelöst hatte, sagte die Nasa erneut alle weiteren Shuttle-Flüge bis auf weiteres ab. Ein beim Start herabfallendes Stück Schaumstoff hatte schon den Hitzeschild der "Columbia" beschädigt und so deren Absturz verursacht.

"Herausragend erfolgreiche Mission"

Eine Untersuchung der "Discovery" im All zeigte kleinere Schäden am Hitzeschild und am Fenster der Cockpits. Daraufhin entfernte ein Astronaut zwei hervorstehende Fugenfüller zwischen Hitzekacheln.

Die Nasa sieht in der Reise der "Discovery" eine insgesamt "herausragend erfolgreiche Mission. Wir haben alles erreicht, was wir uns vorgenommen hatten", sagte Wayne Hale, stellvertretender Manager des Shuttle-Programms. Von der Internationalen Raumstation ISS wurde gemeldet, dass erstmals seit drei Jahren wieder die komplette Steuerungsanlage funktioniere, die von der "Discovery"-Besatzung repariert worden war. Die Raumfähre hatte zudem fast 15 Tonnen Lebensmittel und technischen Nachschub für die ISS mitgebracht.

Wegen der Erfolge hofft die Nasa auf einen neuen Shuttle-Einsatz schon am 22. September. Bedingung dafür wäre neben einer sicheren Landung am Montagmorgen auch die erfolgreiche Suche nach dem Fehler an den außen gelagerten Treibstofftanks.



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Shalashaska, 07.07.2005
1.
---Zitat von sysop--- Oder sind die Nutzeffekte der Erforschung des Alls trotz schöner Bilder weiterhin zweifelhaft? ---Zitatende--- Die Erforschung des Alls. Ein ziemlich breitfächernder Begriff. Die Zielbreite der Forschungen sollte mehr eingeschränkt werden. Wieso z.B. werden keine Bilder von der Rückseite des Mondes veröffentlicht? Was nutzt uns ein "Deep Impact" auf einem Kometen? Nichts, reine Geldverschwendung. Eine bemannte Mission zu fernen Himmelskörpern wäre angebrachter und würde der Forschung auch von Nutzen sein. Wie bei dem Artikel von "von Brauns Raumschiff". Die Arbeiten wurden eingestellt weil ja Vietnam wichtiger war, da frag ich mich wo leben wir?
Hans-Joachim Grüßner, 07.07.2005
2.
---Zitat von Shalashaska--- Was nutzt uns ein "Deep Impact" auf einem Kometen? Nichts, reine Geldverschwendung. ---Zitatende--- Moin, erst nachdenken, dann schreiben. Die Deep Impact-Mission gibt uns erste Daten darüber, wie man es anfangen könnte, einen Kometen, der die Erde zu treffen droht (ist ja schon öfter passiert), von diesem Kurs abzubringen, zu bremsen, zu zerstören. Wenn so ein Teil die Erde mal getroffen hat, spielt Geld überhaupt keine Rolle mehr. Nie mehr. ---Zitat von Shalashaska--- Eine bemannte Mission zu fernen Himmelskörpern wäre angebrachter und würde der Forschung auch von Nutzen sein. ---Zitatende--- Aha. Und von welchem Nutzen ? Den nicht unbemannte Sonden auch erbringen könnten ? Wohl zuviel SF gelesen.... Da frag ich mich, wo leben Sie .. ;-) Gruß von der Ostsee Hanjo Grüßner
Sina Kleist, 07.07.2005
3.
---Zitat von Shalashaska--- Eine bemannte Mission zu fernen Himmelskörpern wäre angebrachter und würde der Forschung auch von Nutzen sein. Wie bei dem Artikel von "von Brauns Raumschiff". Die Arbeiten wurden eingestellt weil ja Vietnam wichtiger war, da frag ich mich wo leben wir? ---Zitatende--- hmmmm..... da draußen sind Sonden zum Teil seit Jahrzehnten unterwegs und liefern recht gescheite Daten. Warum sollte man Menschen auf One-Way-Missionen schicken, wenn es auch anders geht?
Daniel Klein, 07.07.2005
4. Nicht nach den Sternen gereifen ohne Ahnung
Sie sprechen von bemannten Missionen zu Planeten und über deren bessere Erforschung. Doch kennen wir nicht einmal das ganze Potenzial unseres Planeten und haben noch nicht einmal seine Erhaltung im Griff. Ich bin auch dafür das man die Erforschung des Weltraums nicht links liegen lässt. Doch Eile mit Weile. Eines der großen Probleme der Menschen, die jetzt schon von bemannten Flügen zum Mars oder gar anderen Planeten (was ganz und gar unmöglich ist) sprechen, ist: Das sie es vermeindlich schon gesehen haben. Bruce Willis Landet auf Kometen, Val Kilmer erichtet Basisstadionen auf dem Mars und Arni lebt auf dem selben. Wenn man solche Bilder,aus der beeindruckenden Trick- schmieden Holywoods, sieht beeindrucken keine Steine oder erstaufnahmen der Marsoberfläche mehr. Doch das sollten sie denn es ist einfach das beste was wir zum heutigen Stand der Technik erreichen können. Weiter mache weiter Forsche irgendwann ereichen wir den Mars. Doch zur Zeit, sich mit dem zufrieden geben was möglich ist.
5(077y 07.07.2005
5. ziemlich gewagt...
Moin zusammen... Also ich fand das experiment doch ein wenig gewagt; wer sagt denn das der Klotz die komplette kinetische energie, die bei dem Aufprall enstand absorbiert hat... was wäre, wenn sich herausstellt, das die sache doch mehr Einfluss auf die Flugbahn des Kometen hatte als ursprünglich berechnet?! Ok, das ist zwar im Anbetracht der Größenverhältnisse äußerst unwarscheinlich... aber wenn man hier ein kleinwenig mit der Chaostheotie herumfuchtelt, klingt die Sache doch schon ein bischen interessanter.
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