US-Raumfahrt Trump fordert 1,6 Milliarden Dollar extra für Rückkehr zum Mond

Geht es nach der US-Regierung, sollen Amerikaner binnen fünf Jahren wieder auf den Mond. Damit das gelingt, will Donald Trump den Etat der Raumfahrtbehörde Nasa um 1,6 Milliarden Dollar aufstocken.

Donald Trump beobachtet im August 2017 eine Sonnenfinsternis
SHAWN THEW/EPA/REX/Shutterstock

Donald Trump beobachtet im August 2017 eine Sonnenfinsternis


US-Präsident Donald Trump treibt seine Pläne für eine Rückkehr der Amerikaner zum Mond voran. Er forderte den Kongress am Montag auf, der Raumfahrtbehörde Nasa kommendes Jahr zusätzliche Mittel in Höhe von 1,6 Milliarden Dollar zu bewilligen. Der Nasa-Jahresetat würde damit auf 22,6 Milliarden Dollar steigen.

Die Nasa werde zu alter Größe geführt, schrieb Trump bei Twitter. "Und wir kehren zum Mond zurück und dann zum Mars."

Die Trump-Regierung beabsichtigt, bis spätestens 2024 wieder Amerikaner auf den Mond zu schicken. Vizepräsident Mike Pence hatte Ende März gesagt, ein Scheitern des Fünfjahresziels sei "keine Option". Er verwies dabei auf die Konkurrenz Chinas in der Raumfahrt und die Landung eines chinesischen Roboters auf der Rückseite des Monds. Wie während der Sechzigerjahre befänden sich die Vereinigten Staaten in einem "Wettlauf", nur dass heute die "Herausforderungen größer" seien.

Die Nasa selbst hatte eine Rückkehr zum Mond ursprünglich für 2028 angepeilt. Zuletzt waren im Jahr 1972 Menschen auf dem Mond gelandet.

Video zu Jeff Bezos' Mond-Mission: Kommen, um zu bleiben

aar/Reuters/AP



insgesamt 28 Beiträge
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spon-facebook-10000169018 14.05.2019
1. Völlig Utopisch
Dieser Zeitplan ist völlig utopisch. Die NASA hat weder eine Trägerplattform, noch eine wie auch immer geartet Kapsel oder Raumfähre. Auch wäre heute niemand mehr in der Lage die Hardware der Apollo Missionen und die Saturn V nachzubauen. Das damalige Apollo-Programm kostete ca. 25 Mrd. €, das sind heute mehr als 125 Mrd. da sind 1,6 Mrd. € nur Peanuts und keinesfalls auch nur annähernd ausreichend.
erik93_de 14.05.2019
2. Gebt sie ihm, dann ist man ihn endlich los...
Pure Erpressung, aber immerhin ist der Betrag nicht hoch. Wußte bislang nur nicht, daß Trump vom Mond kommt.
Gerdd 14.05.2019
3. Man könnte meinen ...
... da gäb's 'ne Mauer zu bauen.
Markus Landgraf 14.05.2019
4. Zum Mond!
Liebe Kollegen von der "der soll erstmal ..."-Fraktion, man kann ja über die jetzige US Regierung sagen was man will, aber Innovation und Inspiration mit und durch die astronautische Raumfahrt hat sie auf den Weg gebracht. Wir werden hier wieder viele Postings lesen, die mit den Worten "Der soll erstmal die Probleme auf der Erde lösen" beginnen. Dass diese "erst-das-dann-jenes" Hypothese klingt zwar einleuchtend, geht aber an den Realitäten komplexer Probleme vorbei. Man könnte genauso fordern, dass die Polizei nach keinem Einbrecher mehr fahndet, so lange nicht alle Mörder gefasst sind. Das Spannende an der Budgetmeldung ist, dass dieser für die noch anstehenden Entwicklungsarbeiten recht kleine Betrag wohl ein Fenster für die Partner in der internationalen Raumfahrt - damit auch Europa frei lässt. Wir könnten jetzt mit einem schlauen Vorschlag an dem Unternehmen teilnehmen und so zeitnah and sichtbare, inspirierende (AstronautInnenflüge) und innovative (Antriebs- und Recyclingtechnologie) Beiträge zu einem internationalen Mondprogramm kommen. Damit wäre dann - trotz "America first" - ein globales Forschungsprogramm geschaffen, das den Menschen überall Nutzen bringt. Zum Mond!
PeterAlef 14.05.2019
5. ...Trump verlangt bei dieser Gelegenheit angeblich...
...auch die gesamte mexikanische Bevölkerung mit auf den Mond zu schießen...dafür verzichtet er auf den Zaun...
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