SpaceX »Dragon«-Frachter ist auf dem Rückweg zur Erde

An Bord sind zwei Tonnen wissenschaftliche Ausrüstung sowie Blutproben: Die »Dragon«-Kapsel von Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX hat von der Internationalen Raumstation abgedockt.
SpaceX Dragon an der ISS (Archivbild)

SpaceX Dragon an der ISS (Archivbild)

Foto: NASA / AP

Ein Raumfrachter des von Elon Musk gegründeten Unternehmens SpaceX hat sich am Sonntag auf den Rückweg aus dem All zur Erde gemacht. Livebilder der Nasa  zeigten, wie die »Dragon«-Kapsel ihre Manövriertriebwerke zündete und von der Internationalen Raumstation ISS abdockte.

Zuvor hatten der deutsche Astronaut Matthias Maurer und die beiden amerikanischen Crewmitglieder Kayla Barron und Thomas Marshburn die »Dragon« mit zwei Tonnen wissenschaftlicher Ausrüstung sowie Blutproben der Besatzung beladen. Die Blutproben sollen später auf der Erde untersucht werden und Aufschluss darüber geben, wie sich Langzeitmissionen auf das menschliche Sehvermögen auswirken.

Zu Maurers Testausrüstung gehört auch eine sogenannte künstliche Intelligenz, die im Zusammenspiel mit einem Smartphone-Aufsatz die Gesundheit des Auges analysieren kann. »Das ist wichtig, weil Raumfahrer regelmäßig Augenprobleme entwickeln«, so seine Erklärung. Die Technik könne aber auch auf der Erde helfen.

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Die unbemannte »Dragon«-Kapsel sollte bereits am Freitag abdocken, doch die Nasa verschob das Manöver. Nach Angaben der amerikanischen Raumfahrtagentur herrschte in der Landezone vor der Küste Floridas schlechtes Wetter. Die »Dragon« soll nun am Montag die Erdumlaufbahn verlassen, an Fallschirmen ins Meer gleiten und geborgen werden.

Für Maurer ist bald Halbzeit auf der Internationalen Raumstation. Der 51-Jährige war im November zur ISS gestartet. Maurer ist der zwölfte Deutsche im All, der vierte auf der ISS und der erste, der in einem »Crew Dragon« dorthin geflogen ist. Rund 400 Kilometer über der Erde soll er etwa sechs Monate lang Experimente durchführen. Rund hundert sind während seines bis April geplanten Aufenthalts geplant, davon stammen 36 aus Deutschland. Zuletzt war 2018 mit Alexander Gerst ein deutscher Astronaut im All gewesen.

pbe/dpa
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