Ehrgeizige Pläne Chinesen wollen zum Mond

China will auch in der Raumfahrt eine Weltmacht werden. Nach dem für diesen Monat geplanten Start des ersten bemannten Raumschiffs will das kommunistische Land binnen drei Jahren einen Satelliten zur Erforschung des Mondes entwickeln.

Wie die Zeitung "Beijing Youth Daily" berichtete, sollen in der Mondfähre neuartige Sensoren für Ultraviolett-Strahlung zum Einsatz kommen, um geologische Daten des Erdtrabanten und Informationen über Bodenschätze zu sammeln.

Die staatlichen Medien haben in den vergangenen Wochen die Berichterstattung über Ziele des sonst sorgsam geheim gehaltenen Raumfahrtprogramms ausgeweitet, was zeigt, dass die Regierung dem Start des bemannten Raumschiffs optimistisch entgegensieht. Ein Termin wurde allerdings noch nicht bekannt gegeben.

Im Januar hatte die Raumkapsel "Shenzhou IV" einen sechstägigen Abstecher ins All nach Berichten chinesischer Staatsmedien nach Plan absolviert. Der Flug des vierten "Magischen Schiffes" galt als letzter Test für die geplante bemannte Raummission.

"Shenzhou IV" ist eine Weiterentwicklung sowjetischer "Sojus"-Technologie der achtziger Jahre. Nach den drei vorhergegangenen Raumflügen seit 1999 seien noch weitere Verbesserungen vorgenommen worden, hatte Chefkonstrukteur Qi Faren Anfang des Jahres berichtet. So gebe es zum Beispiel im Notfall insgesamt acht Fluchtmöglichkeiten für die Astronauten. Zudem sei es ihnen an Bord bequemer gemacht worden.

Bei dem ersten bemannten Flug wird aller Voraussicht nach nur ein Astronaut die Erde umrunden. Wie früher in den amerikanischen und sowjetischen Raumfahrtprogrammen sind die chinesischen "Taikonauten", wie sie nach dem chinesischen Wort für Weltall ("Taikong") genannt werden, aus den Reihen der Luftwaffenpiloten rekrutiert worden.

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