Bild in Tweet Hat Elon Musk Mond und Mars verwechselt?

Dass Elon Musk sich für den Mars interessiert, ist bekannt. Als er jetzt ein Bild zum Thema twitterte, unterlief ihm trotzdem ein peinlicher Fehler. Oder war das Ganze womöglich Absicht?

Elon Musk auf der E3-Gaming-Convention in Los Angeles (im Juni 2019)
REUTERS / Mike Blake

Elon Musk auf der E3-Gaming-Convention in Los Angeles (im Juni 2019)


Elon Musk und Twitter - es ist eine unendliche Geschichte. Das "Wall Street Journal" hat knapp 5000 Tweets, von Musk in einem sehenswerten Special analysiert. Mittlerweile liegt der Milliardär bei fast 8000 Tweets und viele seiner 27,1 Millionen Follower lieben seine direkte Art der Kommunikation. Kürzlich hatte der Unternehmer allerdings für Stirnrunzeln gesorgt, als er verkündete, er habe seinen Twitteraccount gelöscht. Allerdings erklärte er das - man kann die Ironie bemerken - auf Twitter.

Nun gibt es ein neues Kapitel in der Musk-Twitter-Saga. Es hat mit einem Bild zu tun, das der Milliardär am Sonntagabend gepostet hat. Zu sehen ist der Schriftzug "Occupy Mars", daneben befindet sich das Bild eines roten Himmelskörpers.

Bei besagtem Himmelskörper handelt es sich allerdings nicht um den Mars. Musk verwendete stattdessen ein Bild des Mondes bei einer Mondfinsternis. Für das Phänomen der dabei entstehenden Rotfärbung wird manchmal der Begriff "Blutmond" verwendet.

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Musks Tweet sorgte schnell für Reaktionen. Schon drei Minuten nach der Veröffentlichung wies etwa eine Designerin aus Düsseldorf darauf hin, dass es sich bei der Aufnahme um den Mond, nicht den Mars handle. Musk antwortete mit lachenden Emojis und dem Hinweis "Moon too". Auch der Mond sei also zu erobern.

Ob Musk tatsächlich den Mond für den Mars hielt, wer außer ihm weiß das schon? Zu seinem Twitter-Repertoire zählen jedenfalls auch immer wieder bewusste Provokationen. Wie im Sommer vergangenen Jahres, als der Chef von Unternehmen wie Tesla und SpaceX einen Höhlentaucher als pädophil beschimpfte. Der hatte sich an der Rettung eines eingeschlossenen Fußballteams in Thailand beteiligt - und den Manager später wegen der Verleumdung verklagt. Oder als er am 1. April 2018 die vermeintliche Pleite von Tesla verkündete und das Unternehmen dafür zumindest kurzzeitig an der Börse abgestraft wurde.

Womöglich spielte Musk mit seinem Tweet zum Mars auch auf einen kürzlich erstellten Tweet von US-Präsident Donald Trump an. Dieser hatte, so konnte man das zumindest verstehen, den Mond als einen "Teil des Mars" bezeichnet. Auch hier war nicht ohne Weiteres zu klären: Glaubte Trump das wirklich? Oder hatte er seine Meinung zu den Mondplänen der ihm unterstellten Nasa nur nicht klar genug ausdrücken können, die bis 2024 US-Raumfahrer auf den Erdtrabanten zurückbringen will?

Musks Interesse, den Mars mit menschlichen Bewohnern zu kolonisieren, ist jedenfalls bekannt. Immer wieder hat er dafür geworben - auch weil aus seiner Sicht die Menschheit einen Back-up-Planeten brauche, falls sich die Umweltzerstörung auf der Erde fortsetze oder böse Roboter die Macht hier übernähmen. Sogar seinen eigenen Umzug auf den Mars hat Musk in Aussicht gestellt.

Männer unnötig

In diesem Zusammenhang ist übrigens eine Meldung interessant, die von Musk ebenfalls durchaus polarisierend aufgegriffen werden könnte (aber bislang noch nicht wurde): Auf einem Kongress der European Society of Human Reproduction and Embryology in Wien hat die spanische Forscherin Montserrat Boada vom Dexeus-Krankenhaus in Barcelona gerade eine Forschungsarbeit vorgestellt, bei der es um die Überlebensfähigkeit von Spermien unter Bedingungen der Schwerelosigkeit geht.

Zwar hat die Medizinerin den Effekt bisher nur auf kurzen Parabelflügen untersucht, doch Boada ist zuversichtlich, dass Spermien die Bedingungen des Alls deutlich besser verkraften können als bisher bekannt. Eine praktische Anwendung solcher Forschung könnte in der Einrichtung von Samenbanken im All bestehen, die für die Kolonisierung fremder Welten genutzt werden könnten.

Dann wäre es auch möglich, Crews zum Mars und weiter hinaus zu schicken, die nur aus Frauen bestünden. Männer wären für die Besiedlung des Alls nicht mehr nötig.

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