"Epsilon" Triebwerksversagen stoppt japanische Rakete

Sieben Jahre hatte der Bau der neuartigen Rakete "Epsilon" gedauert, die mit festem Treibstoff fliegt. Bei ihrem Jungfernflug sollte das japanische Trägersystem ein Weltraumteleskop ins All schießen - doch der Start wurde abgebrochen.

"Epsilon"-Rakete: Preiswerte und wiederverwertbare Rakete
REUTERS

"Epsilon"-Rakete: Preiswerte und wiederverwertbare Rakete


Der Start einer neuartigen japanischen Feststoffrakete ist am Dienstagmorgen abgebrochen worden. Wie die japanische Weltraumbehörde Jaxa mitteilte, zündete das Triebwerk nicht. Die genauen Gründe für das Versagen seien unklar. Der Countdown wurde abgebrochen.

Die 24 Meter lange Rakete "Epsilon" sollte von der Weltraumbasis Uchinoura im Süden Japans um 13.45 Uhr Ortszeit, also 6.45 Uhr deutscher Zeit, starten und das Weltraumteleskop "SPRINT-A" in eine Umlaufbahn bringen. Das Teleskop soll die Umgebung von Planeten unseres Sonnensystems erforschen.

Die Entwicklung der "Epsilon", die mit einem Treibstoff in fester Form angetrieben wird, hatte sieben Jahre gedauert. Sie ist Teil der Bemühungen der Jaxa, eine preiswerte und wiederverwertbare Rakete zu bauen. Diese soll künftig also nicht im All bleiben, sondern wieder zur Erde zurückkehren.

boj/AFP



insgesamt 14 Beiträge
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behr22 27.08.2013
1. optional
Wenn eine Feststoffrakete zündet, dann kann der Start aber nicht mehr gestoppt werden. Also wenn dann was schiefgeht hat man echt ein Problem
matthias_denkt 27.08.2013
2. Witzige Ausrede für Waffentest
Wiederverwendbare Rakete mit Feststoffantrieb. Hat irgendwie sonst keiner. Ach ja doch, bei militärischen Raketen, die ständig einsatzbereit sein sollen. Nennen wir es beim Namen. Japan hat eine Zweitschlagfähige Interkontinentalrakete gebaut und der erste Test ist fehlgeschlagen. Passt ins Bild des aufrüstenden Japan. Beim gleichen Test unserer Erzfeinde Nordkorea, Iran oder China hätte die Presse und die Politik aber aufgeschrien!
Kauzboi 27.08.2013
3. Aha. Soso.
Zitat von matthias_denktWiederverwendbare Rakete mit Feststoffantrieb. Hat irgendwie sonst keiner. Ach ja doch, bei militärischen Raketen, die ständig einsatzbereit sein sollen. Nennen wir es beim Namen. Japan hat eine Zweitschlagfähige Interkontinentalrakete gebaut und der erste Test ist fehlgeschlagen. Passt ins Bild des aufrüstenden Japan. Beim gleichen Test unserer Erzfeinde Nordkorea, Iran oder China hätte die Presse und die Politik aber aufgeschrien!
Soso. Und als Sprengkopf dienen dann Fukushima-Brennstäbe? Sonst noch krude Theorien auf Lager? Die Vorteile von Feststoffraketen liegen auf der Hand: Sie sind kleiner und leichter, was die Nutzlastkapazität erhöht. Japan braucht schliesslich kein ballistisches Trägersystem oder gar Waffen dieser Art. Das Einäschern der Feinde Japans übernehmen im Bedarfsfall die USA.
demokrat_de 27.08.2013
4. Matthias denkt?
Wiederverwendbare Rakete als Waffenträger? Sowas sinnlos... Wenn denken, dann auch Hirn einschalten... Ach... mein Nachbar hat sich jetzt ein Küchenmesser gekauft... Er rüstet sicher gegen mich auf...
yifter 27.08.2013
5. neu?
Na, so neu ist eine Feststoffrakete nun auch wieder nicht, siehe Feststoffbooster vom Space Shuttle, auch wiederverwendbar.
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