Erdbeobachtung Nasa startet neuen Landsat-Satelliten

Es war ein Bilderbuchstart: Die Nasa hat einen neuen Satelliten zur Erdbeobachtung ins All geschossen. Schon seit mehr als 40 Jahren liefern Landsat-Orbiter spektakuläre Aufnahmen der Erde.

DPA/ NASA/ Goddard/ Conceptual Image Lab

Washington - Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat einen neuen Erdüberwachungssatelliten ins All geschickt. Der Landsat-Satellit sei am Montag pünktlich und ohne Probleme an Bord einer Atlas-Rakete von einer kalifornischen Luftwaffenbasis aus gestartet, teilte die Nasa mit.

Auf einem von der Raumfahrtbehörde veröffentlichten Video ist zu sehen, wie die Rakete in den strahlend blauen Himmel abhebt. "Der Satellit funktioniert sehr gut", sagte Ken Schwer vom Goddard Space Flight Center der Nasa in Greenbelt. Einige Minuten nach der Trennung von der Raketenoberstufe habe der Orbiter bereits mit der Bodenstation kommuniziert und Energie mit seinem Solarsegel erzeugt.

Mit dem Landsat-Programm sammelt die Nasa bereits seit mehr als 40 Jahren Informationen über die Erde. Der jetzt ins All geschickte Satellit ist bereits der achte der Langzeitmission. Er soll beispielsweise Daten über Naturkatastrophen und den Zustand der Wälder sammeln.

Das Landsat-Programm ist ein Gemeinschaftsprojekt von Nasa und dem U.S. Geological Survey (USGS). Seit 1972 machen die Satelliten ohne Unterbrechung Aufnahmen der Erde. Der erste Orbiter flog drei Jahre lang unter dem Namen Earth Resources Technology Satellite um die Erde, bis der etwas griffigere Name Landsat offiziell verkündet wurde.

Einige Entdeckungen gehen aufs Konto der Landsat-Familie. Während bestimmte geologische Formationen, die mit Hilfe der Satelliten erspäht wurden, wohl eher Fachkreise begeistern, findet sich im Erfolgsportfolio der Späher auch die Entdeckung einer Insel: Landsat Island, ein winziges Fleckchen Land im Atlantik vor der Nordostküste Labradors.

In drei Monaten wird der USGS die Steuerung des nun gestarteten Orbiters übernehmen. Er wird dann offiziell den Namen "Landsat 8" bekommen. Der Satellit braucht 99 Minuten für eine Umrundung der Erde, er fliegt in einer Höhe von etwa 700 Kilometern. Das Ablichten der gesamten Erdoberfläche dauert 16 Tage.

hda/dpa



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chr-jordan 12.02.2013
1. ein paar technische Details
Wären noch interessant gewesen. Immerhin ist die Satellitenfernerkundung ja schon deutlich älter als Google Earth und der Durchschnittsbürger vermutlich denkt. Naja, die Nasaseite studieren kann auch manchmal interessant sein.
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