Erfolgreiches Ende Raumfähre "Discovery" gelandet

Die Raumfähre "Discovery" ist sicher auf der Edwards Air Force Base in Kalifornien gelandet. Damit ist eine teils dramatische Weltraummission zu einem guten Ende gelangt.


"Discovery" bei der Landung: Dramatische Mission ist beendet
AP

"Discovery" bei der Landung: Dramatische Mission ist beendet

Houston - Tiefes Aufatmen bei der Nasa: Die Raumfähre "Discovery" ist sicher auf der Edwards Air Force Base in Kalifornien gelandet. Die kritische Phase des Wiedereintritts in die Erdatmosphäre hatte der Space Shuttle zuvor unbeschadet überstanden.

In der Nasa-Bodenzentrale in Houston brandete Jubel auf, als die "Discovery" - gebremst durch einen Fallschirm - vor Sonnenaufgang auf der Bahn 22 ausrollte. Die letzte Landung eines Shuttles in der Dunkelheit hatte es 1991 gegeben. "Die Discovery ist zu Hause", sagte ein Sprecher in Houston. "Herzlichen Glückwunsch - das war ein wahrlich großartiger Flug."

Damit ist eine teils dramatische 14-Tage-Mission zu Ende gegangen. Erst hakte ein Treibstoffsensor und verursachte mehrere Startverschiebungen. Als die "Discovery" dann endlich ins All abhob, fielen erneut Stücke der Schaumstoff-Isolierung vom Haupttank ab.

Damit war klar, dass die Nasa das zentrale Sicherheitsproblem der Space Shuttles trotz zweieinhalbjähriger Arbeit und Millionen-Investitionen nicht gelöst hatte. Ein Stück der Haupttank-Isolierung hatte im Februar 2003 ein Loch in den Hitzeschild der "Columbia" gerissen und deren Absturz beim Wiedereintritt in die Atmosphäre verursacht. Nun müssen die Shuttles erneut bis auf weiteres am Boden bleiben.

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Spaziergang im All: Astronauten auf Fotosafari

Im Weltraum setzte sich das Drama um die "Discovery" fort: Zuerst hieß es, die herabfallenden Trümmer könnten den Hitzeschild beschädigt haben. Von allen Seiten wurde die Raumfähre daraufhin begutachtet. Die Besatzung setzte den Roboterarm des Shuttles ein, um die Außenhülle zu untersuchen. Die Crew der Internationalen Raumstation fotografierte anschließend die Hitzekacheln der "Discovery".

Die gute Nachricht: Die Hitzekacheln waren nicht nennenswert beschädigt. Die schlechte Nachricht: An zwei Stellen lugten Füllstreifen aus den Fugen zwischen den Kacheln. Nach langem Hin und Her entschloss sich die Nasa zu einer riskanten und noch nie zuvor geübten Reparatur im All. Astronaut Steve Robinson wurde mit den Füßen am Roboterarm der ISS befestigt und an die Unterseite der "Discovery" bugsiert, bewaffnet mit einer selbstgebastelten Säge, sollten die Füllstreifen widerspenstig sein.

Kostspieliger Rücktransport aus Kalifornien

"Discovery" nach der Landung: Erleichterung bei der Nasa
REUTERS/ NASA TV

"Discovery" nach der Landung: Erleichterung bei der Nasa

Die gewagte Aktion geriet zum Triumph: Mühelos klaubte Robinson die Streifen aus dem Hitzeschild. Die befürchteten Zwischenfälle - etwa die Schäden am Hitzeschild durch Kontakt mit dem Roboterarm - blieben aus. Unmittelbar danach aber entdeckten die Nasa-Ingenieure einen weiteren Schaden: Ein Stück Isolierstoff unterhalb des Cockpitfensters war gerissen. Erneut tüftelten die Techniker der US-Raumfahrtbehörde viele Stunden, ehe sie zu dem Schluss kamen, dass der Stoff keine Gefahr auf dem Rückflug zur Erde darstellt.

Als wäre das noch nicht genug, machte am Ende noch das Wetter Ärger: Wegen dichter Wolken musste die Nasa die Landung der "Discovery" am Kennedy Space Center in Florida zunächst von Montag auf Dienstag verschieben und dann gänzlich absagen. Da das Wetter noch immer nicht mitspielte, musste der Shuttle die Edwards Air Force Base in Kalifornien ansteuern.

Damit hat die Nasa nun das nächste Problem: Die Landung in Kalifornien hat den großen Nachteil, dass die "Discovery" Huckepack auf einer ungebauten Boeing 747 nach Cape Canaveral zurückgebracht werden muss. Das kostet nicht nur rund fünf Millionen Dollar, sondern dürfte auch den Flug der Raumfähre "Atlantis" verzögern, die zwischen dem 22. und 26. Dezember zur Internationalen Raumstation ISS fliegen sollte. Die "Discovery" muss als "Rettungs-Shuttle" zur Verfügung stehen, was aber nun kaum noch gelingen kann. Das nächste Zeitfenster für einen Start der "Atlantis" öffnet sich im November.



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Seite 1
Shalashaska, 07.07.2005
1.
---Zitat von sysop--- Oder sind die Nutzeffekte der Erforschung des Alls trotz schöner Bilder weiterhin zweifelhaft? ---Zitatende--- Die Erforschung des Alls. Ein ziemlich breitfächernder Begriff. Die Zielbreite der Forschungen sollte mehr eingeschränkt werden. Wieso z.B. werden keine Bilder von der Rückseite des Mondes veröffentlicht? Was nutzt uns ein "Deep Impact" auf einem Kometen? Nichts, reine Geldverschwendung. Eine bemannte Mission zu fernen Himmelskörpern wäre angebrachter und würde der Forschung auch von Nutzen sein. Wie bei dem Artikel von "von Brauns Raumschiff". Die Arbeiten wurden eingestellt weil ja Vietnam wichtiger war, da frag ich mich wo leben wir?
Hans-Joachim Grüßner, 07.07.2005
2.
---Zitat von Shalashaska--- Was nutzt uns ein "Deep Impact" auf einem Kometen? Nichts, reine Geldverschwendung. ---Zitatende--- Moin, erst nachdenken, dann schreiben. Die Deep Impact-Mission gibt uns erste Daten darüber, wie man es anfangen könnte, einen Kometen, der die Erde zu treffen droht (ist ja schon öfter passiert), von diesem Kurs abzubringen, zu bremsen, zu zerstören. Wenn so ein Teil die Erde mal getroffen hat, spielt Geld überhaupt keine Rolle mehr. Nie mehr. ---Zitat von Shalashaska--- Eine bemannte Mission zu fernen Himmelskörpern wäre angebrachter und würde der Forschung auch von Nutzen sein. ---Zitatende--- Aha. Und von welchem Nutzen ? Den nicht unbemannte Sonden auch erbringen könnten ? Wohl zuviel SF gelesen.... Da frag ich mich, wo leben Sie .. ;-) Gruß von der Ostsee Hanjo Grüßner
Sina Kleist, 07.07.2005
3.
---Zitat von Shalashaska--- Eine bemannte Mission zu fernen Himmelskörpern wäre angebrachter und würde der Forschung auch von Nutzen sein. Wie bei dem Artikel von "von Brauns Raumschiff". Die Arbeiten wurden eingestellt weil ja Vietnam wichtiger war, da frag ich mich wo leben wir? ---Zitatende--- hmmmm..... da draußen sind Sonden zum Teil seit Jahrzehnten unterwegs und liefern recht gescheite Daten. Warum sollte man Menschen auf One-Way-Missionen schicken, wenn es auch anders geht?
Daniel Klein, 07.07.2005
4. Nicht nach den Sternen gereifen ohne Ahnung
Sie sprechen von bemannten Missionen zu Planeten und über deren bessere Erforschung. Doch kennen wir nicht einmal das ganze Potenzial unseres Planeten und haben noch nicht einmal seine Erhaltung im Griff. Ich bin auch dafür das man die Erforschung des Weltraums nicht links liegen lässt. Doch Eile mit Weile. Eines der großen Probleme der Menschen, die jetzt schon von bemannten Flügen zum Mars oder gar anderen Planeten (was ganz und gar unmöglich ist) sprechen, ist: Das sie es vermeindlich schon gesehen haben. Bruce Willis Landet auf Kometen, Val Kilmer erichtet Basisstadionen auf dem Mars und Arni lebt auf dem selben. Wenn man solche Bilder,aus der beeindruckenden Trick- schmieden Holywoods, sieht beeindrucken keine Steine oder erstaufnahmen der Marsoberfläche mehr. Doch das sollten sie denn es ist einfach das beste was wir zum heutigen Stand der Technik erreichen können. Weiter mache weiter Forsche irgendwann ereichen wir den Mars. Doch zur Zeit, sich mit dem zufrieden geben was möglich ist.
5(077y 07.07.2005
5. ziemlich gewagt...
Moin zusammen... Also ich fand das experiment doch ein wenig gewagt; wer sagt denn das der Klotz die komplette kinetische energie, die bei dem Aufprall enstand absorbiert hat... was wäre, wenn sich herausstellt, das die sache doch mehr Einfluss auf die Flugbahn des Kometen hatte als ursprünglich berechnet?! Ok, das ist zwar im Anbetracht der Größenverhältnisse äußerst unwarscheinlich... aber wenn man hier ein kleinwenig mit der Chaostheotie herumfuchtelt, klingt die Sache doch schon ein bischen interessanter.
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