"Face in Space" Nasa lädt Astro-Fans zum Mitfliegen ein

Junger Mann oder junge Frau zum Mitreisen gesucht: Mit einer PR-Aktion trommelt die Nasa noch einmal für ihre kurz vor der Rente stehende Shuttle-Flotte. Raumfahrtfans können ihr Foto auf den letzten beiden Missionen ins All schicken.
Shuttle bei der Landung (am 26. Mai 2010): Nasa sucht Mitreisende

Shuttle bei der Landung (am 26. Mai 2010): Nasa sucht Mitreisende

Foto: DON EMMERT/ AFP

Washington - Ein Flug in den Weltraum einfach so zum Spaß ist ein teures Vergnügen. All-Touristen müssen Millionen für ihre Tickets hinlegen, außerdem machen fehlende Transportkapazitäten die verfügbaren Plätze in Zukunft sogar noch rarer. Für alle verhinderten Raumfahrer hat die Nasa nun ein Angebot, dass deutlich billiger daher kommt - und trotzdem in gewisser Weise einen Raumflug darstellt.

Die US-Raumfahrtbehörde will Fotos von Weltraum-Fans mit einem der beiden letzten Shuttle-Flüge zur Internationalen Raumstation ISS schicken. Wer sich dafür interessiert, muss sein Bild im GIF- oder JPG-Format auf einer spezielle Website (" Face in Space ") hochladen und die Raumfähre aussuchen - fertig! Nach dem - hoffentlich - erfolgreichen letzten Flug im November bekommt jeder Teilnehmer ein Zertifikat, das die Reise durch die Galaxie bescheinigt.

Am Mittwochvormittag hatten bereits rund 44.000 Raumfahrtfans bei der Aktion mitgemacht, mehr als 700 von ihnen aus Deutschland. Das kostenlose Angebot reiht sich in eine Tradition ein, mehr oder weniger ernsthafte Objekte ins All zu schicken. Dazu gehören Beatles-Platten, eine Comicfigur aus dem Animationsfilm "Toy Story" und die Asche von "Star-Trek"-Erfinder Gene Roddenberry sowie US-Autor Timothy Leary.

Mitte September fliegt noch einmal die "Discovery" zur ISS, Ende November die "Endeavour". Die "Atlantis" hat bereits ihren letzten planmäßigen Flug absolviert und wird nur noch als Rettungsvehikel vorgehalten. Bis zur Entwicklung eines neuen Weltraumtaxis müssen die USA in Zukunft ihre Besatzungen und Ausrüstungen mit russischen "Sojus"-Kapseln zur ISS bringen.

chs/afp
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