Fotostrecke Die Nacht des Blutmonds

Bei klarem Himmel ließ sich in der Nacht zum Sonntag in weiten Teilen der Welt eine totale Mondfinsternis beobachten. In einer Bildergalerie zeigt SPIEGEL ONLINE die schönsten Bilder des Astrospektakels.


Mondfinsternis (im Jahr 2000): Immer wieder ein Erlebnis
NASA/ KSC

Mondfinsternis (im Jahr 2000): Immer wieder ein Erlebnis

Die totale Mondfinsternis in der Nacht zum Sonntag ist in weiten Teilen Deutschlands zu beobachten gewesen. Vor allem im süddeutschen Raum kamen Nachtschwärmer in den Genuss des beeindruckenden Naturschauspiels. "Von den Alpen bis nach Nordrhein-Westfalen hinein gab es zumeist einen sternenklaren Himmel. Dort waren die Bedingungen am besten", sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach.

Sehr gut sei die Sicht auch im südlichen Raum Sachsens und im Harz gewesen. Auf einer Linie vom Münsterland bis zum Thüringer Wald hätten Schleierwolken die Sicht schon ein wenig getrübt. Der Norden und Nordosten musste dagegen auf das Naturschauspiel verzichten. Dort war der Nachthimmel weitgehend bewölkt bis bedeckt.

Fotostrecke

9  Bilder
Totale Finsternis: Die Nacht des Blutmonds
Zwischen 2.06 und 2.31 Uhr tauchte der Vollmond vollständig in den Schatten ein. Während der so genannten totalen Phase war der Mond aber nicht völlig dunkel, sondern leuchtete in einem mehr oder minder hellen, roten Licht. Zu sehen war das Naturschauspiel in ganz Mitteleuropa, sofern der Himmel klar war. Der beobachtbare Teil der Mondfinsternis endete um 4.05 Uhr.

Mondfinsternis: Sonne, Mond und Erde stehen in einer Linie
VdS Webgrafik 2003

Mondfinsternis: Sonne, Mond und Erde stehen in einer Linie

Eine Mondfinsternis entsteht, wenn der Mond durch den Schatten der Erde wandert - wenn also die Erde ziemlich genau zwischen ihm und der Sonne steht. Nimmt man die Sonne als Bezugspunkt, dann dreht der Mond jeweils einmal in ungefähr 30 Tagen eine Runde um die Erde. Allerdings findet nicht während jeder Umrundung eine Mondfinsternis statt, weil die Mondumlaufbahn gegenüber der Erdumlaufbahn leicht geneigt ist.

Eine Mondfinsternis gibt es nur, wenn sich der Erdtrabant - als Vollmond - in der Nähe eines Schnittpunkts beider Bahnen (eines so genannten Bahnknotens) befindet. Zu allen anderen Zeiten passiert er unterhalb oder oberhalb des Erdschattens. Kommt es zu einer Mondfinsternis, so ist diese überall dort zu verfolgen, wo der Mond zum besagten Zeitpunkt über dem Horizont steht. Die Beobachtungszone ist also weitaus größer als bei einer Sonnenfinsternis, auch dauert das Schauspiel wesentlich länger.



© SPIEGEL ONLINE 2003
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.