Satellitenbild der Woche Das Leben erobert die Feuerberge

Die Artenvielfalt auf den Galapagosinseln hat schon den Naturforscher Charles Darwin begeistert. Wie sich die Vegetation an den Kegeln der Vulkane entwickelt hat, zeigt ein besonderer Blick aus dem All.

Vulkankegel der Galapagosinseln auf Bild von Erdbeobachtungssatellit "Proba-V"
ESA

Vulkankegel der Galapagosinseln auf Bild von Erdbeobachtungssatellit "Proba-V"


Die Galapagosinseln sind ein ziemlich bunter Haufen, schon allein wegen der üppigen Flora und Fauna des Archipels im Ostpazifik. Die Form einer Insel erinnert außerdem an ein Seepferdchen. Von der Artenvielfalt war schon Charles Darwin begeistert. Hier wurde der Naturforscher zu seiner Evolutionstheorie und dem Werk "Die Entstehung der Arten" inspiriert.

Die 13 Inseln, die zu Ecuador gehören, werden aufgrund ihres Pflanzen- und Tierreichtums heute zum Weltnaturerbe der Unesco gezählt. Zahlreiche Arten sind auf den Galapagosinseln endemisch - das heißt, sie kommen nur hier vor.

Doch zu dem Galapagos-Landleguan, einem Reptil, oder den berühmten Galapagos-Riesenschildkröten haben sich inzwischen Tiere gesellt, die dort eigentlich nicht hingehören. Hunde, Schweine, Katzen und vor allem Ratten kamen mit dem Menschen. Sie sind teils zur Plage geworden, aber auch zur Gefahr. Vor allem Ratten fressen sich am Gelege von Vögeln satt. Um sie zu bekämpfen, greifen Umweltschützer zu ungewöhnlichen Methoden und setzen sogar Drohnen ein, die Giftköder abwerfen.

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Satellitenbild der Woche: Schnappschüsse aus dem All

Genauso farbenprächtig wie in der Tier- und Pflanzenwelt von Galapagos geht es auch auf dem Satellitenbild oben zu. Es zeigt die Insel Fernandina ganz im Westen sowie Isla Isabela, das mit einer Länge von 120 Kilometern größte Eiland. Rechts im Bild sind die beiden kleineren Inseln San Salvador und Santa Cruz zu sehen.

Die roten Flecken auf der Aufnahme zeigen die Vegetation an den Flanken der Vulkane. Auf Isla Isabela sind das gleich sechs Feuerberge: der Ecuador, der Wolf, der Darwin, der Alcedo, der Sierra Negra und der Cerro Azul. Mitarbeiter der Europäischen Weltraumorganisation (Esa) haben die Aufnahme eingefärbt und ein sogenanntes Falschfarbenbild hergestellt. Solche Techniken verwenden Forscher, um bestimmte Bereiche besser erkennbar zu machen. In diesem Fall ist es das Pflanzenwachstum auf der Erdoberfläche.

Aufgenommen hat das Bild der Erdbeobachtungssatellit "Proba-V" der Esa. Der etwa ein Kubikmeter große fliegende Würfel verfügt über drei Kameras, die unterschiedlich ausgerichtet sind. So ermöglichen sie sogar Aufnahmen mit geringen zeitlichen Verzögerungen.

Etwa alle zwei Tage erfasst "Proba-V" die Entwicklung der Vegetation auf der Erde komplett. Zugang zu den teils beeindruckenden Bildern, die der kleine Satellit zur Erde funkt, haben übrigens nicht nur die Esa-Forscher. Eine Sammlung von Aufnahmen der "Proba"-Mission ist im Internet frei verfügbar.

joe

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insgesamt 1 Beitrag
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dr_gb 01.04.2019
1. eine PS-Forensik
oder andere elaborierte UntersuchungsMethoden der BildModifikation brauchts hier nicht, am Ersten, dem 1. im Vierten des Jahres ..
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