Alle Satelliten ausgefallen Europäisches Navigationssystem Galileo vorübergehend abgeschaltet

Das europäische Navigationssystem Galileo ist down. Verantwortlich für die technischen Probleme soll eine Bodenstation in Italien sein.

Illustration eines Galileo-Full-Operational-Capacity-Satelliten (FOC)
DPA/Pierre Carril/ESA

Illustration eines Galileo-Full-Operational-Capacity-Satelliten (FOC)


Galileo, das globale Navigationssatellitensystem der Europäischen Union, ist ausgefallen. Dies geht aus einer Mitteilung der zuständigen European GNSS Agency (GSA) hervor. Schon am Donnerstag hieß es, dass es zu Störungen kommen könnte.

Das Navigationssystem Galileo soll Europa vom amerikanischen GPS unabhängig machen. Rettungsdienste, Autofahrer und Handynutzer sollen dank der Galileo-Satelliten künftig bessere Navigationsdaten nutzen können.

Einem Bericht der Webseite "InsideGNSS" zufolge gehe der derzeitige Ausfall sämtlicher Satelliten auf einen Fehler einer Bodenstation in Italien zurück. Bis Montagfrüh sollen die Komplikationen aufgehoben sein.

Im Dezember hatten Esa und EU-Kommission endlich den Start erster Galileo-Dienste gefeiert. Das Prestigeprojekt stand in den vergangenen Jahren immer wieder in der Kritik, vor allem wegen großer Kostensteigerungen und jahrelanger Verzögerungen. Zu einer größeren Panne kam es Anfang 2017, als die Uhren mehrerer Satelliten ausgefallen waren.

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Galileo-Satelliten: Wegweiser im Weltraum

tin

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