Gamma-Spektrometer Auf der Suche nach Wasser

Unzählige Bilder wurden bislang von Mars-Sonden zur Erde gefunkt, doch wie genau die Mars-Oberfläche aufgebaut ist, bleibt noch immer unklar. Gammastrahlen und Neutronen sollen nun neue Hinweise liefern.

Und wieder einmal steht das nasse Element im Mittelpunkt: Wann immer die Nasa in den vergangenen Jahren neue Erkenntnisse vom Mars oder Begründungen für künftige Missionen verkündete, die Frage nach Wasser ließ die Experten nicht los.

Das ändert sich auch bei der "Odyssey"-Mission nicht: Durch die Messung von Neutronen hofft die Nasa, Rückschlüsse auf Wasserstoff-Vorkommen ziehen zu können: Ein am Rumpf der Sonde angebrachter Neutronendetektor ist in der Lage, Wasserstoffkonzentrationen bis zu einem Meter unter der Mars-Oberfläche zu erkennen.

Damit nicht genug. Wenn sie kosmischer Strahlung ausgesetzt werden, emittieren alle chemischen Elemente Gammastrahlung mit ganz bestimmten Frequenzen. Durch die Verteilung dieser Frequenzen, die mit Hilfe eines Gammastrahlen-Spektrometers registriert werden, lassen sich bis zu 20 verschiedene Elemente auf der Mars-Oberfläche erkennen. Die Intensität der einzelnen Linien gibt Auskunft über die Konzentration der jeweiligen Elemente.

Damit das Spektrometer weitgehend unbeeinflusst von der Sonde arbeiten kann, ist es an einem sechs Meter langen Arm befestigt, der erst am Ziel ausgefahren wird. Das Instrument wiegt rund 30 Kilogramm und ermöglicht eine Auflösung von 300 Kilometern.

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