Geminiden Die Nacht der Sternschnuppen steht bevor

Der Meteorstrom der Geminiden erreicht in der Nacht zum Dienstag seinen Höhepunkt. Himmelsbeobachter in den Mittelgebirgen und im Süden Deutschlands können sich auf 150 Sternschnuppen pro Stunde freuen.
Schon am Sonntag konnten in Bayern einige Sternschnuppen aus dem Schauer der Geminiden beobachtet werden

Schon am Sonntag konnten in Bayern einige Sternschnuppen aus dem Schauer der Geminiden beobachtet werden

Foto: Karl-Josef Hildenbrand / dpa

Die sternschnuppenreichste Nacht des Jahres naht: In der Nacht zum Dienstag, dem 14. Dezember, erreichen die Geminiden ihren Höhepunkt. Sie gelten als besonders eindrucksvolles Himmelsereignis, weil sie viele helle und gelb-weiß leuchtende Meteore hervorbringen.

Der Meteorstrom ist nach dem Sternbild der Zwillinge – lateinisch: »gemini« – benannt. Besonders hell leuchten die beiden Hauptsterne des Sternbildes, Kastor und Pollux, ein aus der griechischen Mythologie bekanntes Zwillingspaar.

Gute Aussichten in den Mittelgebirgen und im Süden

Bis zu 150 Sternschnuppen pro Stunde sind in der Nacht auf Dienstag zu erwarten. Allerdings stehen die Chancen für Sterngucker und -guckerinnen nicht überall in Deutschland gleichermaßen gut: Je höher die Lage, desto größer die Wahrscheinlichkeit, eine Sternschnuppe am Himmel zu sehen.

Bis zur Wochenmitte stelle sich eine Inversionswetterlage mit neblig-trübem Wetter in den Niederungen ein, sagte der Meteorologe Marco Manitta vom Deutschen Wetterdienst am Sonntag. In Höhenlagen sei hingegen ein klarer Himmel zu erwarten. Demnach gibt es die besten Aussichten, einen der verglühenden Meteore der Geminiden zu sehen, in den Mittelgebirgen und in den Bergen in Süddeutschland.

Die Morgenstunden werden zu Sternschnuppenstunden

Auch zeitliche Empfehlungen gibt es: Weil der zunehmende Mond erst nach Mitternacht untergehe, seien die meisten der verglühenden Meteore am Morgen zu sehen – falls denn das Wetter mitspielt, teilte die Vereinigung der Sternfreunde  mit.

Wer es schon abends versuchen will, solle den Blick nach Osten richten. Das Sternbild Zwillinge werde im Laufe der Nacht dann über den Süden wandern und am Morgen im Nordwesten stehen. Und auch wer die Nacht der Sternschnuppen verpasst, müsse sich nicht grämen: In den Tagen nach dem 14. Dezember ist nach Angaben der Vereinigung immer noch mit einem Sternschnuppenregen zu rechnen.

Zum Beobachten des vorweihnachtlichen Leuchtens eignen sich am besten dunkle Orte fernab der lichtdurchfluteten Städte. Die hellsten Geminiden müssten aber auch am Großstadthimmel zu sehen sein. Wer den Meteorstrom fotografieren will, sollte eine Kamera mit einem Weitwinkelobjektiv auf ein Stativ montieren und eine Langzeitbelichtung wählen.

vki/dpa

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