Geminiden Das Sternschnuppen-Wochenende steht bevor

Bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde: Am Wochenende passiert die Erde eine kosmische Staubwolke. Die verglühenden Partikel sind als Sternschnuppen zu sehen. Wie Sie das Himmelsspektakel am besten beobachten.
Die Geminiden sind in den vergangenen Jahren immer aktiver geworden

Die Geminiden sind in den vergangenen Jahren immer aktiver geworden

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Sergei Grits/AP/dpa

Himmelsgucker können am Wochenende auf eine besondere Show hoffen. Mit den sogenannten Geminiden wird der größte Sternschnuppen-Schwarm des Jahres erwartet. Bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde prognostiziert die Vereinigung der Sternfreunde für die Nächte auf Samstag und Sonntag. Und Chancen auf gute Sicht gibt es den Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zufolge auch.

Ein Vorteil der Geminiden: Beobachter müssen nicht wie bei vielen anderen Sternschnuppen-Ereignissen bis in die Nacht hinein warten. Die Geminiden zeigen sich bereits mit Beginn der Dunkelheit. Ein freier Blick nach Osten bietet die besten Beobachtungschancen.

Nacht auf Sonntag ist am vielversprechendsten

Der nach dem Sternbild Zwillinge (lateinisch gemini) benannte Schwarm bringt erfahrungsgemäß besonders viele und helle Sternschnuppen hervor. Manche sind so hell, dass sie bei klarem Wetter auch am Himmel über den lichtdurchfluteten Großstädten zu sehen sind.

Sternschnuppen entstehen, wenn Partikel in der Erdatmosphäre verglühen. Die Geminiden erscheinen immer zur Adventszeit, wenn die Erde eine kosmische Staubwolke durchquert. Sie ist vermutlich der Überrest eines zerbrochenen Kleinplaneten.

In der Nacht zum Samstag bestimmt weiterhin ein Tiefdruckgebiet das Wetter. "Da muss man Glück haben, dass es aufklart", sagte DWD-Sprecher Andreas Friedrich. Die größten Chancen gebe es im Süden, in einem Streifen vom Schwarzwald bis Südbayern. "Sonst ist es eher trüb."

In der Nacht zum Sonntag gibt es dann aber bundesweit die Chance, das Naturphänomen zu beobachten. Bis Mitternacht ist es nach Prognosen nur wechselnd bewölkt, sodass immer wieder der Sternenhimmel zu sehen ist. Ab Mitternacht zieht dann allerdings von Westen her ein neues Wolkenband ins Land.

Vor Mitternacht steht zwar noch der recht volle Mond am Himmel, der die Sicht auf die Sternschnuppen beeinträchtigt, sagt Sven Melchert, Vorsitzender des Vereins der Sternfreunde. Aber alle drei Minuten sollte dennoch eine Sternschnuppe zu sehen sein.

Die Geminiden scheinen am Himmel dem Sternbild Zwillinge zu entspringen. Das sei am kommenden Wochenende leicht zu finden, sagt Melchert. Es ist genau dort, wo dann auch der Mond steht.

koe/dpa