Hubble-Nachfolger Blick zurück in Raum und Zeit

Die NASA plant den Bau eines neuen Super-Teleskops, das den Vorgänger Hubble ganz schön alt aussehen lassen soll. 2010 soll sich der Menschheit der neue und schärfere Blick ins All eröffnen.


Der neue Sternenwächter wird nur halb so groß sein wie der über zehn Tonnen schwere Hubble-Kollege, berichtet die New York Times. Der Nachfolger wird über weiterentwickelte Instrumente verfügen und soll so auch Objekte entdecken, die nur ein Hundertstel so hell sind wie die vom Hubble-Teleskop erspähten Phänomene.

Das Objekt Hoag: Einer von vielen faszinierenden Hubble-Schnappschüssen.
NASA; STScI/ AURA

Das Objekt Hoag: Einer von vielen faszinierenden Hubble-Schnappschüssen.

Die NASA hat den Anspruch erhoben, ein galaktisches Super-Auge zu präsentieren, das fähig ist, in Raum und Zeit zurückzuschauen, um das erste Licht, das im Universum produziert wurde, ausfindig zu machen. Anders als Hubble wird sein Nachfolger weit weg von der Erde in den Orbit geschickt werden. So soll es möglich sein, "warmes Licht" auszumachen, das vor einigen hundert Millionen Jahren bei der Entstehung der ersten Sterne und Galaxien produziert wurde.

Darüber hinaus wird "Next Generation Hubble" auch die Formierung von Planeten untersuchen und fähig sein, im Infrarot-Spektrum zu agieren.

Der Astronom Dr. Alan Dressler von der Carnegie Institution in Pasadena, Kalifornien, betonte, dass der

Der Cone-Nebel: Bilder wie diese sollen mit dem Hubble-Nachfolger noch besser werden.
REUTERS

Der Cone-Nebel: Bilder wie diese sollen mit dem Hubble-Nachfolger noch besser werden.

Hubble-Nachfolger aber auch das öffentliche Interesse am Weltall weiterhin durch Aufnahmen bedienen wird. Dabei sollen die Aufnahmen im Infrarot-Bereich am besten sein, jedoch die im sichtbaren Licht die von Hubble ebenfalls übertreffen.

Mit dem Bau des neuen Super-Teleskops wurde das Unternehmen TRW und Partner, darunter Bell Aerospace und Eastman Kodak, beauftragt. Der Kostenpunkt soll unter 825 Millionen US-Dollar liegen. Start-Kosten sind dabei noch nicht miteingerechnet. Laut NASA soll das gesamte Projekt zirka 1,2 Milliarden US-Dollar verbrauchen.



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